Wertheim : Dynamisch auf dem Weg zur digitalen Stadt – Verwaltung forciert Ausbau von E-Dienstleistungen

Als Beauftragter für Digitalisierung ist Christoph Knörzer seit 1. Juni in der Stadtverwaltung tätig. Foto: Stadt Werth

Es ist das Zukunftsthema und eine große Herausforderung: die Digitalisierung der Stadtverwaltung Wertheim. „Wir wollen diese Mammutaufgabe mit Kraft angehen“, versicherte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Dafür sei man auf die Unterstützung des Gremiums angewiesen, „vor allem, wenn es um die Bereitstellung von Haushaltsmitteln geht“, machte der Oberbürgermeister deutlich. Gleichzeitig warnte er vor Schnellschüssen. „Für ein stimmiges Gesamtpaket lohnt sich die Wartezeit.“

Seit 1. Juni ist Christoph Knörzer im Rathaus als Digitalisierungsbeauftragter tätig. Digitalisierung auf kommunaler Ebene sei mehr als E-Government oder Breitbandausbau, erläuterte er in der Gemeinderatssitzung. „Die digitalen Städte von morgen nutzen digitale Instrumente für eine verbesserte Vernetzung und Kommunikation, sowie für mehr Beteiligung, Nachhaltigkeit und Effizienz.“ Nicht alle Themenfelder könnten gleichzeitig angegangen werden. Aufgrund der enormen Dimension sei dies weder finanziell noch personell leistbar. Knörzer kündigte deshalb an, dass als erster Schritt der Ausbau elektronischer Verwaltungsdienstleistungen vorangetrieben werden solle.

Die Stadt soll einem „Digitalisierungs-Check“ unterzogen werden, in dem der Ist-Zustand, die Bedarfe und Potenziale aufgezeigt werden. Diese Analyse bildet die Ausgangsbasis für die Entwicklung der Digitalisierungsstrategie und digitalen Agenda „Verwaltung 4.0“. In verschiedenen Bereichen ist die Verwaltung bereits digital unterwegs, verwies der Beauftragte etwa auf das E-Recruiting oder das Online-Beteiligungstool „mypinion“  als nur zwei Beispiele.

Grundlegender Baustein für digitale Dienstleistungen und Prozesse der Stadtverwaltung ist die Einführung der elektronischen Aktenführung auf der Basis eines Dokumentenmanagementsystems. In diesem Zug soll dann, so die Planung, auch der Gemeinderat den Weg der digitalen Arbeit mitgehen und die elektronische Ratsarbeit Einzug halten. Solange im Rathaus die Papierakten noch von „A“ nach „B“ getragen werden müssten, mache das vorher keinen Sinn, unterstrich Oberbürgermeister Herrera Torrez. „Wir wollen die Gewinne aus der Digitalisierung abschöpfen. Dafür machen wir uns jetzt auf den Weg. Ich freue mich darauf.“

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017