Wertheim : Ein paar Baustellen bleiben noch – Bericht zum Neubauprojekt Tauberbrücke – Informationen

Der Verkehr fließt über die neue Tauberbrücke. Nach einem Jahr Bauzeit wurde sie Ende März frei gegeben. Foto: Stadt Wertheim

Die neue Tauberbrücke funktioniert. Seit dem 30. März ist sie für den Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr freigegeben. Aber fertig ist die Baustelle noch nicht. Die restlichen Arbeiten – sie betreffen vor allem Fußwegverbindungen am linken Tauberufer– werden mindestens noch bin in den Oktober andauern. Diesen zeitlichen Rahmen nannte Baudezernatsleiter Armin Dattler in einem Sachstandsbericht vor dem Bauausschuss. Bei einem Pressegespräch am gleichen Tag ging er näher auf die Gründe für die Verzögerung ein.

An jetzt noch zu erledigenden Arbeiten nannte Dattler unter anderem die Abdeckung der neu gespundeten Uferwand links der Tauber, die Anbindung des neuen Uferstegs an die Tauberpromenade und den Parkplatz, die Montage der Geländer entlang des Stegs und am Treppenaufgang zur Brücke sowie die Montage der Geländer in den Randbereichen rechts und links des westlichen Brückenwiderlagers. Auch der Lückenschluss am Fußgängeraufgang vom Parkplatz auf die Brücke und die Rückverlegung des Yachthafens gehören noch zu den zu erledigenden Maßnahmen.

Die noch ausstehenden Arbeiten betreffen vor allem die Wegeverbindungen am linken Tauberufer. Foto: Stadt Wertheim

Der Baudezernatsleiter verschwieg aber auch nicht, dass es noch Mängel gibt, die beseitigt werden müssen. Nach seinen Aussagen gehört die vollständige Entfernung des von der Baustraße in die Tauber abgeschwemmten Schotters ebenso dazu wie die Entfernung von Kanten und die Schließung von Fugen im Gehweg, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Zudem ist man von Seiten des Bauträgers, also der Stadt, nicht zufrieden mit dem Handlauf des Geländers auf der Tauberbrücke. „Da haben wir nicht bekommen, was wir bestellt haben“, sagte Dattler.

Der Grund für die Verzögerungen sind vor allem erforderliche Planungsleistungen, die nach dem Bauvertrag vom Auftragnehmer beziehungsweise dessen Nachunternehmer zu erstellen und vor der Ausführung durch Prüfstatiker, Bauleitung und Bauüberwachung zu prüfen und schließlich freizugeben sind. „Leider lagen diese Planungen nicht immer rechtzeitig vor beziehungsweise mussten zurückgewiesen und überarbeitet werden, weil sie nicht unseren Vorstellungen entsprachen“, bedauerte Dattler. Er widersprach aber allen Gerüchten, dass man sich in einem Rechtsstreit mit dem beauftragten Unternehmen befinde. „Dem ist nicht so. Wir sind uns, wie so häufig bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung und Komplexität, in Details nicht einig und bemühen uns, die offenen Fragen so schnell wie möglich zu klären.“

Alles in allem sei man mit dem Verlauf der Arbeiten aber zufrieden „und mit dem Ergebnis letztlich auch“, was die Brücke betreffe. Dass die Brücke nach einem Jahr Bauzeit frei gegeben werden konnte, sei gemessen an der Komplexität und dem Investitionsvolumen ein gutes Ergebnis. „Jetzt wollen wir den Rest auch noch gut hinbekommen.“ Der Stadt Wertheim gehe es nicht darum, die noch ausstehenden Arbeiten „irgendwie fertigzustellen, sondern wir wollen sie in der von uns erwarteten Qualität.“ Abgenommen werden könne die Gesamtmaßnahme dann, wenn die wesentlichen Gewerke abgeschlossen seien. Dann beginne auch die Gewährleistungsfrist zu laufen. „Und abgerechnet wird sowieso zum Schluss.“ Die Gesamtinvestition ist mit 3,9 Millionen Euro im Haushalt der Stadt Wertheim veranschlagt und dieser Ansatz ist bis jetzt eingehalten. Wegen geänderter und notwendiger zusätzlicher Leistungen gehe man jedoch von geringen Mehrkosten aus.

Stadtverwaltung Wertheim

 

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