Wertheim : Erster Schritt zur stolperfreien Altstadt – Gehwegplatten ergänzen das Pflaster in der Gerbergasse

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Die neue Maßnahme erleichtert auch Eltern mit Kinderwagen die „ruckelfreie“ Fahrt. Mit auf dem Bild von links: Jürgen Küchler, Walter Ruf (Seniorenbeirat) sowie auf der anderen Seite Armin Dattler und Bürgermeister Wolfgang Stein. Foto: Stadt Wertheim (Auschnitt)

 

 

 

 

Die Stadt Wertheim hat in der Gerbergasse im Zuge einer Straßensanierung eine Strecke mit Platten verlegt, die dem Anspruch auf Barrierefreiheit entspricht. Der Seniorenbeirat der Stadt war in die Planung einbezogen. Diese Maßnahme soll als Prototyp für die stolperfreie Umgestaltung weiterer Wege in der Altstadt dienen. In einen Termin vor Ort stellte Bürgermeister Wolfgang Stein die Maßnahme gemeinsam mit Baudezernent Armin Dattler und dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats Jürgen Küchler vor.

 

Dem historischen Charakter der Altstadt ist geschuldet, dass das Gros der Wege und Gassen gepflastert ist. Das macht zwar einerseits einen Teil ihres Charmes aus, andererseits erschwert das Altstadtpflaster die Mobilität vor allem älterer Menschen. Der Seniorenbeirat hat sich dieses Themas angenommen. Er berät die Verwaltung bei Auswahl und Gestaltung von barrierefrei umzubauenden Streckenabschnitten.

Am Anfang stand eine Bestandsaufnahme: Am 30. Mai 2017 organisierte der Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Altenpflegeschule und dem Sanitätshaus Weber eine „Testbefahrung“. Mit Rollator und Rollstuhl waren die Teilnehmer in der Altstadt unterwegs und erprobten die Begehbarkeit auf unterschiedlichen Pflasterqualitäten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fasste der Seniorenbeirat in einer Liste mit Problemstellen zusammen und übergab sie der Stadt.

 

Die stolperfreie Spur in der Gerbergasse ist 30 Meter lang und 1,20 Meter breit. Foto: Stadt Wertheim

 

Schon bald ergab sich die Möglichkeit, eine Aufgrabung der Stadtwerke in der Gerbergasse zu nutzen, um hier eine erste „Versuchsstrecke“ anzulegen. Am 12. Juli 2017 traf man sich zu einer Bemusterung vor Ort. Neben Verwaltung und Seniorenbeirat waren auch der Altstadtbeirat und der Stadtmarketingverein vertreten. Bei dem Termin wurde festgelegt, eine 30 Meter lange und 1,20 Meter breite stolperfreie Spur anzulegen. Auch Format und Material der zu verlegenden Platten wurden bei diesem Termin gemeinsam ausgewählt.

Die Maßnahme in der Gerbergasse ist inzwischen umgesetzt und hat sich bewährt. Die anteiligen Kosten betragen etwa 5.000 Euro. Ausführende Firma war die Würzburger Pflasterbau GmbH.

Mit Blick auf die Vorschlagsliste des Seniorenbeirats wird die Stadt Wertheim nach dem Vorbild der Gerbergasse nach und nach weitere Streckenabschnitte in der Altstadt umgestalten. Im Einvernehmen mit dem Seniorenbeirat erfolgt dies vorrangig dort, wo Pflasterbereiche saniert werden müssen oder wo Aufgrabungsarbeiten aus anderen Gründen – zum Beispiel für Leitungsverlegungen – anstehen. Das gebietet zum einen die Wirtschaftlichkeit, zum anderen reguliert es die Baustellenbelastung der Innenstadtbewohner und –akteure.

So ist die nächste Etappe bereits programmiert: Im Rahmen des Ausbaus der Breitbandversorgung stehen in den nächsten Monaten auch Aufgrabungsarbeiten in der Altstadt an. Die Verwaltung wird im gleichen Zuge eine barrierefreie Strecke anlegen, die vom Engelsbrunnen aus durch die Rathausgasse Richtung Eichelgasse führt.

Eine stolperfreie Umgestaltung dieser und weiterer Altstadtbereiche kommt sicher vielen Menschen zugute. Das gilt besonders für ältere Mitbürger/innen, die auf Rollatoren oder andere Gehstützen angewiesen sind. Von den Maßnahmen profitieren ebenso behinderte Menschen und Eltern mit Kinderwagen. Durch die sukzessive Anlage solcher barrierefreien Spuren wird die Besucherfreundlichkeit und Aufenthaltsqualität der Altstadt also insgesamt gesteigert.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017

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