Wertheim : Feier zum 30. Geburtstag der Städteverbindung – Wertheim und Szentendre bekräftigen Partnerschaft

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez und sein ungarischer Amtskollege Miklós Verseghi-Nagy (links) erneuerten die vor 30 Jahren begründete Städtepartnerschaft mit einer Urkunde. Foto: Stadt Wertheim

Seit 30 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Wertheim und Szentendre. Der runde Geburtstag wurde jetzt in der ungarischen Partnerstadt gefeiert. Für die meisten aus der 15-köpfigen Wertheimer Delegation, die sich am vergangenen Sonntag auf die Reise gemacht hatte, war der Besuch ein Wiedersehen mit alten Freunden. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez hingegen war zum ersten Mal in der Partnerstadt. Und er zeigte sich von dem, was er dort zu sehen und geboten bekam, sehr beeindruckt.

Die Feier zum 30-jährigen Bestehen der ungarisch-deutschen Städtepartnerschaft fand im Festsaal des Rathauses von Szentendre statt. Foto: Stadt Wertheim

Offizieller Höhepunkt des Aufenthaltes war die Jubiläumsfeier im Festsaal des Rathauses. Um die Freundschaft beider Kommunen zu bekräftigen, unterzeichneten Szentendres Bürgermeister Miklós Verseghi-Nagy und Wertheims Oberbürgermeister dabei noch einmal eine Partnerschaftsurkunde. Schon des Datums wegen, an dem sie geschlossen wurde, sei diese Städteverbindung etwas Besonderes, betonte Markus Herrera-Torrez. Denn als der damalige Bürgermeister von Szentendre und Wertheims seinerzeitige Oberbürgermeister, Professor Stefan Gläser, der heute Ehrenbürger beider Kommunen ist, ihre Unterschrift unter die Partnerschaftsurkunde setzten, „da hatte der Eiserne Vorhang zwar schon Löcher bekommen, aber er war noch nicht gefallen“.

Die Ziele, die man sich 1989 gesetzt habe, hätten auch heute noch Gültigkeit, so OB Herrera Torrez in seiner Ansprache weiter. Grenzen und Vorurteile ließen sich überwinden, wenn Menschen zusammenkommen. „Auch Grenzen, die durch nationale Abschottung gezogen werden.“ Europa durchlebe gerade eine anspruchsvolle Epoche. Gerade da beweise sich die besondere Bedeutung von Freundschaft und Partnerschaft. „Ich bin davon überzeugt, dass es gerade jetzt auf eine vertiefte europäische Zusammenarbeit ankommt“, sagte der Oberbürgermeister.

Ausflug der Wertheimer Reisegruppe nach Budapest zum Besuch des Parlaments. Foto: Stadt Wertheim

Sowohl OB a.D. Gläser als auch die Vorsitzende der Internationalen Partnerschaftsvereinigung Wertheim, Lucy Weber, und ihre ungarische Kollegin Jolanda Willemse drückten in kurzen Ansprachen ihre Freude über das Jubiläum und die tiefe Verbundenheit zwischen beiden Städten aus. An der Feier nahmen auch Gäste aus der englischen Partnerstadt Huntingdon/Godmanchester und aus H?i An, der vietnamesischen Partnerstadt von Szentendre, teil. Musikalisch gestaltet wurde sie von der jungen Querflötistin Janka Laár und von der Opernsängerin Zsuzsanna Bojta. Viel Beifall erhielt auch die Musik- und Volkstanzgruppe Dunazug für ihre Darbietungen.

Alle Mitglieder der Wertheimer Delegation seien begeistert gewesen von der Herzlichkeit, die ihnen von Seiten der ungarischen Gastgeber entgegengebracht wurde, berichtete Verwaltungsmitarbeiterin Celia Fernandez Selles, die die Fahrt organisiert hatte. So dauerte schon der erste Abend nach der Ankunft deutlich länger als ursprünglich geplant, „und das obwohl das Programm am nächsten Tag schon sehr früh losging“.

Einen Eindruck von der lebendigen Kulturszene in Szentendre vermittelte ein Besuch im Museum Czobel. Foto: Stadt Wertheim

Am Montag erlebte die Delegation eine Führung durch das direkt am Donauufer gelegene Parlament in Budapest. Das im neogotischen Stil errichtete Gebäude zählt zu den großen Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt und wird jährlich von mehr als einer halben Million Menschen besucht. Ein Rundgang durch die Stadt schloss sich an. Die Zeit vor dem offiziellen Festakt stand zur freien Verfügung.

Der Dienstag begann für die Gäste aus Wertheim mit einer Führung durch die Partnerstadt und einem anschließenden Besuch des Museums Czóbel, das dem ungarischen Maler Béla Czóbel gewidmet ist und einen großen Teil seines Werkes zeigt. Den Nachmittag konnte die Reisegruppe dann wieder nach Lust und Laune gestalten. Das nutzten einige zum Einkaufsbummel. Andere ruhten sich lieber etwas aus, denn mit der Veranstaltung zum Nationalfeiertag stand noch ein weiterer Höhepunkt bevor. Am 20. August wird in Ungarn traditionell der Staatsgründung und dem Staatsgründer, König Istvan (Stefan) I gedacht. Das vom Partnerschaftsverein in Szentendre organisierte Abendessen war dann noch einmal Gelegenheit zum Austausch unter alten und neuen Freunden, ehe sich die Delegation am Mittwoch dann auf die Rückreise nach Wertheim machte.

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017