Wertheim : Gemeinsam den Reinhardshof weiter voranbringen – Rundgang von OB Herrera Torrez und Stadtteilbeirat

Viele Anregungen nahm Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez beim Rundgang durch den Stadtteil Reinhardshof auf. Foto: Stadt Wertheim

Gut zweieinhalb Stunden Zeit nahm sich Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez am späten Mittwochnachmittag für einen Rundgang über den Reinhardshof. In Begleitung von Mitgliedern des Stadtteilbeirates mit dem Vorsitzenden Walter Ploch und einigen interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurden nicht weniger als zehn Stationen angesteuert und verschiedene Entwicklungspotenziale aber auch Problemstellungen besprochen. „Es ist immer gut, selbst einen Blick auf die Dinge zu werfen und sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen“, machte Herrera Torrez gleich zu Beginn deutlich. Er warnte aber auch vor zu hohen Erwartungen: „Ich verspreche Ihnen jetzt hier nicht das Blaue vom Himmel. So bin ich nicht gestrickt“, sagte er.

Am ersten Halt, dem Denkmal für die „Peden Barracks“ ging es kurz zwar auch um die Geschichte der ehemaligen amerikanischen Kaserne, vorrangig aber um die Verkehrsproblematik. Nicht jedem Autofahrer ist bewusst, dass die Theodor-Heuss-Straße keine Vorfahrtsstraße ist, sondern überall die rechts-vor-links-Regelung gilt. So muss immer wieder abrupt abgebremst werden, verbunden mit der entsprechenden Geräuschentwicklung. Die Vorfahrtsregelung allerdings aufzuheben, wie als Idee vorgebracht, ist für den Oberbürgermeister ein zweischneidiges Schwert. „Es besteht die Gefahr, dass das unmittelbar zu einer höheren Geschwindigkeit führt.“

Diskutiert wurden bei dem Rundgang an den jeweiligen Objekten die Zukunft beziehungsweise zukünftige Nutzung des Torbogen- und des Gebäudes Nummer 13 – letzteres für viele ein „Schandfleck“ im Stadtteil – sowie des Hauses, in dem bislang unbegleitete minderjährige Flüchtlinge von der Jugendhilfe Creglingen betreut worden sind.

Zurückhaltend zeigte sich der OB gegenüber dem Vorschlag, den „Jugendtreff 114“ in Richtung Industriegebiet zu verlagern. „Jugendliche und ihre Treffpunkte dürfen nicht immer in die letzte Ecke der Stadt abgeschoben werden“, merkte er an. Die Teilnehmer des Rundgangs statteten dem Jugendtreff deshalb spontan einen kurzen Besuch ab und trafen dort auf überraschte Jugendliche, die dem Jugendhaus gerade einen neuen Anstrich verpassten. An der angrenzenden Grünfläche vor dem Gebäude 115 an der Willy-Brandt-Straße wünschten sich einige der „Mitwandernden“ eine kleine Parkanlage zum Verweilen und eventuell der Möglichkeit, Boule oder Ähnliches zu spielen.

„Können wir unserem OB auch mal etwas Positives zeigen und sagen“, sorgten sich im Laufe der Begehung manche, dass Herrera Torrez ein zu negatives und damit falsches Bild vom Stadtteil vermittelt werden könnte. Zu den positiven Entwicklungen gehört, nach übereinstimmender Meinung, das neu angelegte Biotop „Grünes L“. Das funktioniere gut und leistet erfreuliches für die biologische Vielfalt der Stadt, freute sich der Oberbürgermeister. Nicht nur deshalb sprach Stadtteilbeiratsvorsitzender Walter Ploch am Ende von „einer sehr guten Begehung“, in deren Verlauf man die eine oder andere Anregung habe weitergeben können.

Gemeinsam wolle man den Reinhardshof weiter aufwerten, sicherte OB Herrera Torrez zu. Ihm habe der Rundgang viel Spaß gemacht, „einiges hatte ich bereits auf dem Zettel, es sind aber auch manche Punkte berührt worden, die ich vorher so nicht kannte. Dann ist es immer gut, das direkt zu sehen und von der Bürgerschaft zu hören.“

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017