Wertheim : Jung und Alt machten den Pflastertest Altstadtrundgang mit Rollstuhl und Rollator

Testfahrt mit Rollstuhl und Rollator durch die Wertheimer Altstadt. Foto: Stadt Wertheim

So schön die historische Altstadt mit ihren gepflasterten Gassen und Plätzen auch ist, so beschwerlich ist sie für viele Menschen, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Schülerinnen der Altenpflegeschule der Johanniter machten gemeinsam mit dem Seniorenbeirat dieser Tage in Wertheim den „Pflastertest“.

Zum Auftakt traf man sich im Arkadensaal. Hier erläuterten Jürgen Küchler, Vorsitzender des Seniorenbeirats, und Stefan Dosch, Leiter des Bildungszentrums Wertheim der Johanniter, die Aktion. Einige Rollatoren und Rollstühle verschiedener Preisklassen hatte Alexander Weber, Inhaber des Sanitätshauses „wfw“, in den Arkadensaal mitgebracht. Er erläuterte deren Bedienung und Besonderheiten und gab auch Handhabungstipps. Kein Gerät ist allerdings für eine wirklich bequeme Fortbewegung in einer gepflasterten Altstadt uneingeschränkt tauglich, konnte man Webers Erklärungen entnehmen. Technisch machbar sei zwar sehr vieles, aber das könne oder wolle dann niemand bezahlen.

Blieben letztlich also bauliche Maßnahmen, ein Auswechseln des Bodenbelags, das Anlegen von Fahrspuren. Aber auch das bedeutet einen erheblichen Mitteleinsatz. Darüber waren sich die Teilnehmer der „Testfahrten“ bewusst, die sich dann in zwei Gruppen auf den Weg machten. Eine Gruppe übernahm die Route links der Tauber bis zum „Kaufland“ in der Bahnhofstraße. Die zweite Gruppe, zu der auch Uwe Flegler aus dem Baudezernat der Stadt gehörte, erkundete die Altstadt rechts der Tauber.

Die Ergebnisse der Aktion will man nun zusammentragen, auswerten und zu gegebener Zeit der Verwaltung und der Öffentlichkeit vorstellen. Feststehen dürfte aber bereits, dass an einigen Stellen sogar dringender Handlungsbedarf besteht, will man Bürgern und Besuchern mit Gehbehinderung der Alltag etwas leichter machen.

Stadtverwaltung Wertheim