Wertheim / Main-Tauber-Kreis : Buchsbaumzünsler – Schädling setzt dem Buchsbaum zu

Raupe des Buchsbaumzünslers: Pflanzenbesitzer sollten diese bereits an den ersten Befallsstellen ablesen. Fotos: Landratsamt Main-Tauber-Kreis / Hartmut Lindner

Nachdem der Buchsbaumzünsler im vergangenen Jahr im Taubertal noch kaum zu sehen war, treibt er aktuell in etlichen Vorgärten und Grünanlagen im mittleren Taubertal sein Unwesen. Vom Main- und Jagsttal her hat der Pflanzenschädling nun überraschend schnell das Taubertal besiedelt. Die kühleren Höhenlagen sind bisher nicht befallen. Darauf weist die Pflanzenschutzberatung im Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis hin.

Puppe und eingesponnene Raupe des Buchsbaumzünslers: Der Pflanzenschädling hat sich überraschend schnell im Taubertal ausgebreitet.

Vielen Hausgartenbesitzern sind zunächst nur vertrocknete Zweige oder vertrocknete Teilbereiche an ihren immergrünen Buchssträuchern aufgefallen. Bei genauer Betrachtung ist jedoch zu erkennen, dass die gefräßigen Raupen in den inneren, lichtgeschützten Bereichen der Büsche schon mächtigen Schaden angerichtet haben.

Die bis zu vier Zentimeter langen grünlichen Raupen und die zwei Zentimeter großen Puppen sind momentan gut zu erkennen. Diese sollten an den ersten Befallsstellen abgelesen und vernichtet werden. Die Büsche können auch mit einem Gartenschlauch oder besser mit einem schwachen Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers gesäubert werden. Wichtig ist, anschließend den Unterstrauchbereich zu reinigen und das alte Laub einzusammeln. Zum einen werden dadurch abgewaschene Raupen entfernt und zum anderen werden die Überwinterungsmöglichkeiten der Raupen eingeschränkt. Abgelesene Raupen, der Grünschnitt und das alte Laub der Büsche können über die Biotonne entsorgt werden.

Typisches Fraßbild des Buchsbaumzünslers.

Auch Buchsbüsche, die bisher keinen Befall zeigen, sollten im Auge behalten werden. Aus langjährigen Befallsregionen im Rheintal ist bekannt, dass vor allem kleine und mittlere Sträucher nur dann eine Überlebenschance haben, wenn diese dauerhaft gepflegt werden. Als Pflanzenschutzmittel ist besonders das biologisch wirksame Dipel ES empfehlenswert, rät die Pflanzenschutzberatung des Landwirtschaftsamtes.

Weitere Hinweise und Informationen gibt es in einem Merkblatt, das unter www.main-tauber-kreis.de/landwirtschaftsamt > Broschüren, Formulare und Merkblätter zu finden i

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