Wertheim : Sporthalle am Gymnasium, Schwimmhalle in Bestenheid – Gemeinderat beschließt Standorte für zwei Neubauten

Standort der neuen Schwimmhalle wird Bestenheid in Nachbarschaft zur Comenius Realschule. Foto: Stadt Wertheim

 

 

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium errichtet die Stadt eine neue Dreifeldsporthalle. Die Schwimmhalle soll in Bestenheid in Nachbarschaft zur Comenius Realschule neu gebaut werden. Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Seit vielen Jahren gibt es Überlegungen zur Zukunft der beiden Sportstätten. Die jetzige Entscheidung ist Ergebnis eines Planungsprozesses, in den Schulen, Vereine und externe Fachleute eingebunden waren.

 

In der Gemeinderatssitzung erläuterte Dr. Stefan Eckl vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) eine Analyse der Hallen und Räume für den Schulsport. Das Institut hatte auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung den Bedarf an Sport- und Schwimmflächen ermittelt und in mehreren Varianten analysiert.

 

Das Ergebnis der Bedarfsermittlung lautet: Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium braucht als Ersatz für die jetzige Doppelturnhalle einen Neubau in der Größenordnung einer Dreifeldsporthalle, also vergleichbar etwa der SH1 in Bestenheid. Der Neubau soll neben der jetzigen Turnhalle entstehen. So können Turn- und Schwimmhalle während der Bauzeit weiter genutzt werden. Anschließend wird das Gebäude abgerissen und die freiwerdende Fläche als „Pausenhof“ für das Gymnasium genutzt.

 

Auch das Hallenbad soll neu gebaut werden, aber nicht am bisherigen Standort, sondern in Bestenheid auf dem Areal der Comenius Realschule. Das Schwimmbecken soll größer ausfallen als bisher und mindestens fünf Bahnen haben. Für den Standort Bestenheid sprechen drei Gründe: der vorhandene Platz, die gute Verkehrsanbindung und die Energieversorgung mit einem Blockheizkraftwerk für das gesamte Bildungszentrum.

 

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, zu beiden Bauprojekten im nächsten Schritt konkrete Raumkonzepte zu entwickeln und eine Kostenschätzung vorzulegen. Auch Alternativen sollen in diesem Planungsstadium untersucht werden: für die Sporthalle ein Zusatzraum für kleinere Gruppen sowie für Gesundheits- und Präventivsport, für die Schwimmhalle ein zusätzliches Becken mit höhenverstellbarem Boden.

 

Die Planung für die neuen Sportstätten und die Kostenschätzungen will die Verwaltung dem Gemeinderat im Frühjahr 2019 vorlegen. „Bis dahin gibt es auch einen neuen städtebaulichen Entwurf für das ehemalige Krankenhausgelände“, kündigte Baudezernent Armin Dattler an. Nach Abzug der Flächen für die neue Sporthalle bleibt ausreichend Platz für ein neues Wohnquartier.

Die jetzige Kombination aus Turn- und Kleinschwimmhalle am Gymnasium stammt aus dem Jahr 1963. Seit Jahren häufen sich die Reparatur- und Sicherungsarbeiten. Eine Sanierung scheidet aus, weil sie trotz hoher Kosten keine zeitgemäße Sport- und Schwimmstätte schaffen würde: In den jetzigen Abmessungen können weder Normmaße für Spielfelder eingehalten noch genügend Nebenräume (Umkleide, Dusche etc.) realisiert werden. Überlegungen für einen Ersatzneubau mussten hintangestellt werden, bis die Zukunft des ehemaligen Krankenhausgeländes geklärt war. Im Juli gelangte die Stadt nach langen Verhandlungen in den Besitz des 25.000 Quadratmeter großen Areals. Die Rotkreuzklinik als bisheriger Besitzer ist verpflichtet, das Altgebäude bis spätestens Ende 2019 abzureißen.

Quelle : Wertheim.de

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