Wertheim : Stadt ist jetzt im Besitz des Wertheimer Bahnhofsgebäudes – Wohnbau und Deutsche Bahn unterzeichnen Kaufvertrag

Armin Grein (links) von der Bahn-Tochter DB Immobilien und Edgar Beuchert, Geschäftsführer der Wohnbau Wertheim, unterzeichneten den Kaufvertrag für den Wertheimer Bahnhof. Foto: Stadt Wertheim

Die Stadt ist jetzt Besitzerin des Wertheimer Bahnhofsgebäudes. Die städtische Wohnbau-Gesellschaft (WBW) hat das Gebäude und das dazugehörende Gelände von der Deutsche-Bahn-Tochter Station und Service gekauft. WBW-Geschäftsführer Edgar Beuchert und Armin Grein, Vertriebsreferent der DB Immobilien GmbH für die Region Südwest, unterschrieben am Dienstag den Kaufvertrag.

Beide Seiten äußerten sich danach sehr zufrieden mit dem Ergebnis der monatelangen Verhandlungen. „Für die Stadt ist es wichtig, die Hand auf dem Gebäude zu haben“, erklärte Wohnbau-Geschäftsführer Beuchert. Der Bahnhof sei ein „Aushängeschild“ für Wertheim –  nicht zuletzt im Hinblick auf Reisende und Touristen. Die Themen Sicherheit und Sauberkeit hätten daher einen großen Stellenwert.

Es beruhe auf gegenseitigem Interesse, dass eine tragfähige Nutzung des Bahnhofsgebäudes für die Zukunft sichergestellt werde, betonte Armin Grein, der für die Deutsche Bahn die Verhandlungen geführt hat. Dieses Ziel sei mit dem Verkauf gesichert. Die Verkaufsgespräche mit der Stadt seien „äußerst konstruktiv und kooperativ“ verlaufen. Das am Ende ausgehandelte Vertragswerk beschrieb er als „komplex“. Über die Höhe des Kaufpreises machten beide Seiten keine Angaben.

Der Gemeinderat hatte im Januar dem Erwerb des Bahnhofs durch die Stadt grundsätzlich zugestimmt und den Rahmen für die Kaufkonditionen abgesteckt. Die Stadt sichert sich damit eine städtebauliche Gestaltungsmöglichkeit, die weit über das Bahnhofsgebäude hinausgeht. Derzeit läuft eine Überplanung des gesamten Areals rund um den Verkehrsknotenpunkt Bahnhofstraße / Uihleinstraße einschließlich Busbahnhof. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez hat in seiner kommunalpolitischen Agenda eine „raumgreifende Veränderung“ des Quartiers angekündigt, die mittel- und langfristig eine Verbindung zwischen Bahngelände und Altstadt schaffen soll.

Zusammen mit neun Pkw-Stellplätzen umfasst das Grundstück insgesamt 1.195 Quadratmeter. Der Bahnsteig selbst gehört nicht dazu. Für dessen Unterhaltung ist weiterhin die Westfrankenbahn zuständig. Der Verkauf hat keinerlei Einfluss auf die Durchführung des Bahnbetriebs. Im Bahnhofsgebäude befinden sich sechs Gewerbeeinheiten, darunter eine Gaststätte, eine Versicherung, ein Reisebüro sowie ein Taxistand. Die Einheiten sind unterschiedlich groß – von 14 bis 250 Quadratmeter. Für die Betreiber der Geschäfte und der Gaststätte im Bahnhofsgebäude bedeutet der Eigentümerwechsel zunächst keine Veränderung. „Die Mietverträge laufen weiter“, erklärte Edgar Beuchert.

Dagegen plant die städtische Wohnbau-Gesellschaft als erste Schritte Maßnahmen zur Attraktivität des Geländes. Neben mehr Sauberkeit soll es optische Verbesserungen für das aus dem Jahr 1971 stammende Empfangsgebäude geben. Darüber hinaus werde die Möglichkeit geprüft, das Gebäude aufzustocken.

Quelle : Wertheim.de

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