Wertheim : Wahlforum für junge Leute mit Überraschungen – „Jugend trifft Politik“ am 5. Mai in der Main-Tauber-Halle

Genau drei Wochen vor der Kommunalwahl heißt es am Sonntag, 5. Mai, ab 16 Uhr in der Main-Tauber-Halle „Jugend trifft Politik“. Rund 30 Kandidatinnen und Kandidaten aus den sechs Parteien und Wählervereinigungen, die sich am 26. Mai um einen Sitz im Gemeinderat bewerben, werden sich den Fragen stellen, die junge Leute an sie haben. Seit Monaten laufen innerhalb einer Projektgruppe die Vorbereitungen, jetzt biegen sie auf die Zielgerade ein. Das berichtete Uwe Schlör-Kempf als Vertreter der Stadtverwaltung in einem Pressegespräch, das am Ende des letzten Koordinierungstreffens im Sitzungssaal des Rathauses stattfand.

Innerhalb der Projektgruppe hatte man drei Arbeitskreise gebildet, die sich mit den verschiedenen Aspekten befasst haben, die es bei einer solchen Veranstaltung zu beachten gilt. „So etwas ist ja nicht alltäglich in unserem Schülerleben“, sagt etwa Hannah Weinmann, die sich gemeinsam mit anderen um die Moderation und das Programm des Nachmittags kümmert. Sie berichtet von ihrer Erfahrung, dass „doch mehr Details zu berücksichtigen sind, als anfänglich angenommen“. Und sei es „nur“, sich Fragen zu überlegen und Moderationstexte zu formulieren.

Die Erst- und Jungwähler können zu Beginn der Veranstaltung ihre Interessen bekunden, es soll Informationen geben, wie überhaupt gewählt wird, und man will auch darauf eingehen, ob und warum man von seinem Stimmrecht Gebrauch machen sollte. Für die Kandidatinnen und Kandidaten soll es, erläutert Hannah Weinmann weiter, ein „Spontaneitätsspiel“ und ein „Frage und Antwort-Spiel“ geben. Nähere Details dazu nennt die Schülersprecherin des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums nicht. Es soll ja auch noch etwas Überraschendes geben. In Pausen besteht Gelegenheit, an den Ständen der Parteien und Wählervereinigungen weitere Informationen einzuholen und Gespräche zu führen.

Um die Öffentlichkeitsarbeit für „Jugend trifft Politik“ haben sich, neben anderen, Michelle Yiangoullas und Luna Horn, beide vom Beruflichen Schulzentrum, gekümmert. Und sie tun es weiterhin, denn die Werbung zieht noch mal den Endspurt an. Social-Media-Kanäle, vor allem Instagram, werden bedient, aber auch klassische Medien eingesetzt. So hat man, unterstützt von Markus Landeck, Plakate entworfen und gestaltet und etwa die Osterferien genutzt, um diese im gesamten Stadtgebiet aufzuhängen. Vor wenigen Tagen erst wurden mehr als 1.000 Postkarten an die Erst- und Jungwähler verschickt, um möglichst viele von ihnen am Sonntag in die Main-Tauber-Halle zu „locken“. Vielleicht ist ja auch das Gewinnspiel ein Anreiz, bei dem drei Gutscheine aus dem „Wertheim Village“ winken. Die Preisträger ermitteln wird der neue Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez.

Die Verpflegung mit Speisen und Getränken, die Einteilung der großen Main-Tauber-Halle, das benötigte Mobiliar und die Technik – all das waren Themen, mit denen sich Daniel Bromme und seine Mitstreiter von Arbeitskreis „Logistik“ zu befassen haben. So hat man sich etwa entschieden, nur ein Drittel der Halle – die man wegen der besseren Erreichbarkeit bewusst gewählt hat – zu nutzen. Denn dass alle mehr als 1.000 Erst- und Jungwähler kommen, damit rechnet bei allem Optimismus dann doch niemand. Obwohl die Vorbereitungsprojektgruppe das alleine durch ihr Engagement verdient hätte, sind sich die Erwachsenen einig. Beim Pressegespräch sind dies, neben Schlör-Kempf, die Pädagogen Georg Weinmann vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und und Kerstin Wittich und Peter Lippert vom Beruflichen Schulzenrum. „Wir standen zur Verfügung, haben uns aber nicht aufgedrängt“, beschreiben die Lehrer ihre Aufgabe und loben, dass die Jugendlichen „sehr viel selbstständig erarbeitet“ haben. Worauf diese, wie Michelle Yiangoullas sagt, auch ziemlich stolz sind.

 

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017