Wertheim-Wartberg : Stadt und Kirche bringen Vorzeigeprojekt auf den Weg – Kirchenzentrum Wartberg wird gemeinsam saniert

Die Stadt Wertheim und die Träger des ökumenischen Kirchenzentrums Wartberg kooperieren bei der Sanierung des Gebäudes. Foto: Stadt Wertheim

 

Stadt und Kirche werden das bestehende Kirchenzentrum Wartberg gemeinsam sanieren und die Nutzung neu strukturieren. In der Kombination mit Schule, Kindergarten und Familienzentrum entsteht so die neue soziale Mitte des Wertheimer Stadtteils. Seit über einem Jahr laufen die Planungen und Gespräche zu diesem Kooperationsvorhaben. Nun konnte die Verwaltung dem Gemeinderat als Ergebnis ein Eigentümer- und Finanzierungsmodell zur Beratung vorlegen. In der nichtöffentlichen Sitzung am Montag gab es neben einhelliger Zustimmung zu den vertraglichen Grundlagen auch viel Lob für dieses beispielhafte Gemeinschaftsprojekt.

 

Das ökumenische Kirchenzentrum ist 40 Jahre nach seiner Errichtung dringend sanierungsbedürftig. Die Kosten dafür übersteigen aber bei weitem die finanziellen Möglichkeiten der evangelischen und katholischen Kirche, die gemeinsam Träger der Einrichtung sind. Außerdem ist das Gebäude heute für kirchliche Zwecke überdimensioniert. Gleichzeitig muss die Stadt die benachbarte Otfried-Preußler-Schule ebenfalls sanieren und für den Ganztagesbetrieb erweitern. Dies war der Anstoß für die Stadt Wertheim, sich mit dem gesamten Areal beschäftigen, zu dem auch der Kindergarten gehört.

 

Dem Gemeinderat stellte die Verwaltung im Oktober 2017 erste Überlegungen zur Überplanung des Wartberg-Zentrums vor. Diese wurden seitdem weiterentwickelt und in regelmäßigen Gesprächsrunden mit den Vertretern beider Kirchen, der beteiligten Einrichtungen und des Stadtteilbeirats abgestimmt. „Wir haben gemeinsam eine gute Lösung erarbeitet“, betonte Wertheims Bürgermeister Wolfgang Stein am Dienstag in einem Pressegespräch.

 

„Wichtiger Impuls für den Wartberg“

 

Das nun vorliegende Konzept hat zum Ziel, das Dreieck von Schule, Kindergarten und Kirchenzentrum zum sozialen Mittelpunkt des Stadtteils zu machen. „Es wird ein Treffpunkt für alle Generationen“, sagte Stein. „Dem Wartberg können wir so einen wichtigen Impuls für das gemeinschaftliche Miteinander geben.“ Das Kirchenzentrum soll saniert und seine Nutzung neu strukturiert werden. Die Kirchen brauchen nur noch einen Teil der Flächen. Im künftigen Zuschnitt wird das Kirchenzentrum zusätzlich für die Ganztagesgrundschule und für die Kinderbetreuung genutzt. Auch das neue Familienzentrum wird hier seinen endgültigen Standort haben.

 

Zwischen Kirchenzentrum und Grundschule sehen die Pläne den Neubau einer Mensa vor, die zusätzlich als öffentlicher Veranstaltungsraum dienen kann. Die Wegeverbindungen werden so umgestaltet, dass alle Einrichtungen barrierefrei zu erreichen sind. „Für das Familienzentrum ist das eine Ideallösung“, erklärte Dezernent Helmut Wießner.

 

Sanierungskosten werden aufgeteilt

 

Der Kauf- und Sanierungsvertrag, dem der Gemeinderat zugestimmt hat, hat folgende Eckpunkte: Die Stadt wird Teileigentum am Kirchenzentrum im Umfang von etwa 70 Prozent der Flächen erwerben. Die Federführung über die Sanierung übernimmt die Stadt. Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes teilen sich Stadt und kirchliche Träger etwa zur Hälfte. Die finanziellen Belastungen für das Vorzeigeprojekt seien so geschultert, dass jeder der beteiligten Akteure diese tragen könne, erläuterte Bürgermeister Stein. Der Sanierungsaufwand für die Stadt ist auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Abzüglich der erhofften Zuschüsse, die aus mehreren Fördertöpfen beantragt werden, bleibt voraussichtlich ein Nettoaufwand von rund 750.000 Euro.

Die Stadt wird nun im nächsten Schritt die erforderlichen Finanzmittel in die Haushaltsplanung für 2019 und Folgejahre aufnehmen und die Zuschussanträge auf den Weg bringen. Die Sanierung des Kirchenzentrums könnte im Herbst 2019 beginnen.

Quelle : Wertheim.de

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