Wertheim : Wertheimer Musikszene – Neu und spannend: das Orchesterprojekt „New Ears“

Das Projekt „New Ears“ soll moderne Blasmusik bekannter machen. Das Bild zeigt das Jugendblasorchester. Archivfoto: Stadt Wertheim

Es gibt etwas Neues, Spannendes in der Wertheimer Musikszene. Freunde sinfonischer Blasmusik und solche, die es werden wollen, sollten sich den 9. März schon einmal dick im Terminkalender anstreichen. Dann findet in der Stiftskirche das erste von zwei geplanten Konzerten des „Wind Band-Project New Ears“ statt. Bei einem Pressegespräch stellten gestern Stefan Blido, Leiter der Städtischen Musikschule, der Komponist Hubert Hoche und der Dirigent Michael Geiger das Projekt vor, das sie als europaweit einzigartig bezeichnen.

Das von dem Trio formulierte Ziel: die Tonsprache des 20. und 21. Jahrhunderts in die bislang noch vor allem von Klassik geprägte Blasmusikliteratur zu integrieren. „Gerade Kinder und Jugendliche gehen an so etwas sehr unbefangen heran“, weiß Musikschulleiter Stefan Blido. An sie richtet sich das Projekt hauptsächlich, ausdrücklich sind aber auch Erwachsene zum Mitmachen eingeladen. Mit einem Flyer und über soziale Netzwerke hat man Musikerinnen und Musiker gesucht und auch schon gefunden.

„Wir nehmen aber in jedem Register noch Leute“, macht Dirigent Michael Geiger deutlich. Vor allem Klarinetten seien gefragt, „Posaunen wären aber ebenfalls noch ganz nett“. Jugendliche ab dem Niveau D1 und Erwachsene sollen gemeinsam mit ihm und Komponist Hubert Hoche „die sinfonische Blasmusik weiter entwickeln und zeitgenössische Werke als festen Bestandteil integrieren“. Wer experimentierfreudig und neugierig auf ungewohnte Klänge sei, gerne Musik abseits des Mainstreams kennenlernen wolle, sei bei „New Ears“ genau richtig.

„Das ist ein sehr schönes Projekt zur Musikvermittlung nach außen“, ist Stefan Blido überzeugt. Und weil man das Publikum auf das vorbereiten will, was es erwartet, werden die beiden Konzerte von Jürgen K. Groh moderiert. Das zweite Konzert findet am 10. März in der Kirche St. Josef in Marktheidenfeld statt.

Man könne in jedem Alter lernen, sich auf Neues einzulassen, macht Michael Geiger Publikum und Musikern gleichermaßen Mut. Blasorchester seien klanglich unglaublich flexibel, stellt Geiger fest. Er unterrichtet an der Musikschule sowie am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) und leitet verschiedene Klangkörper. Zumindest in Deutschland müsse die Blasmusik ihren Platz als anerkannte Musikform allerdings noch suchen. „Dieses Projekt kann dazu beitragen, dass sie ernstgenommen wird.“

Der Terminplan sieht vor, dass am 26. Januar eine Orientierungsprobe am DBG stattfindet und dort am 6., 7. und 8. März ganztägig auch die weiteren Proben über die Bühne gehen. Wer sich als Musikerin oder Musiker anmelden möchte oder noch Fragen zum Projekt hat, kann sich an Michael Geiger wenden: per E-Mail an mgeiger88@googlemail.com oder unter Telefon 0171/1287826.

 

Quelle : Wertheim.de

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