Wertheim : Zwischenbilanz zu Projekten des Innestadtworkshops – Vieles ist schon umgesetzt, einiges noch in Arbeit

 

 

 

 

Eine Fülle von Ideen erbrachte der Workshop des Stadtmarketingvereins im November 2016. In einem Pressegespräch wurde nun über den Stand der Umsetzung informiert. Foto: Stadt Wertheim

 

Vieles ist schon erfolgreich umgesetzt, einiges wird noch bearbeitet und manche Idee konnte auch nicht realisiert werden: Im November 2016 haben rund 80 Interessierte bei einem Workshop zahlreiche Ideen und Projekte für die Wertheimer Innenstadt entwickelt. Bürgermeister Wolfgang Stein sah „nun den Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz gekommen“. Das tat er im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch gemeinsam mit Innenstadt- und Burgmanager Christian Schlager und dem Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins, Bernd Maack. „Wir sind auf einem guten Weg“ lautete das übereinstimmende Fazit, und gleichzeitig war man sich einig, „dass die Arbeit für die Altstadt nie fertig sein wird.“

 

Nach wie vor lautet das Ziel, wie schon beim Workshop, „aus Anwesenden Akteure zu machen“, sagte Schlager. „Es wird viel verlangt, das ist aber unabdingbar, um ein Einkaufserlebnis zu bieten und Mehrwert zu schaffen.“

Abgehakt werden kann von der „Wunschliste“ des Workshops das „Handyparken“, das von der Stadtentwicklungsgesellschaft seit September verwirklicht ist. Weiter gearbeitet wird an der Einführung eines digitalen Park- und Parkleitsystems und an einer Verbesserung der Anbindung des Bahngeländes an die Altstadt. „Keine der Ideen ist im Grunde komplett vom Tisch. Mit vielem beschäftigen wir uns hinter den Kulissen weiterhin.“

 

 

Das „Stadterlebnis“ verbindet Kultur und Einkaufen. Am 27. April gibt es eine Wiederauflage dieser erfolgreichen Veranstaltung. Foto: Stadt Wertheim

 

Im Pressegespräch schon einmal „angerissen“ wurden das „Stadterlebnis 2018“ am 27. April und eine „Buy local-Kampagne“ für Wertheim unter dem Titel „Lokalhelden“. Beides werde noch ausführlich präsentiert, kündigte der Innenstadt- und Burgmanager an. In greifbare Nähe gerückt ist die Einrichtung eines öffentlichen Bücherschrankes. Daran beteiligt sich der Rotary-Club. Dafür wird die bisherige englische Telefonzelle auf dem Wenzelplatz umgenutzt.

Es gibt aber auch Enttäuschungen, denn die überdimensionalen blauen „An-Eck-Stühle“ in der Innenstadt, von denen ein erster Prototyp auf dem Neuplatz steht, wird es nicht geben. „Bei jeder Idee spielen verschiedene Interessen hinein, die sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen“, erklärte Bürgermeister Stein. Und in diesem Fall hätten sich die Kriterien und Bedenken des Denkmalschutzes gegen die Kunst durchgesetzt.

Manche Veränderung braucht auch einfach Zeit, um sich durchzusetzen. Das gilt zum Beispiel für die Belebung der Innenstadt nach 18 Uhr. So bieten einzelne Geschäfte bereits „After Work Partys“ oder andere Aktivitäten nach dem eigentlichen Ladenschluss an, aber eine breite Bewegung ist dieses Angebot noch nicht. „Nicht gleich resignieren, sondern analysieren und gegebenenfalls an den entsprechenden Stellschrauben drehen“, riet der Bürgermeister. „Eine gewisse Nachfrage ist schon da“, konstatierte Bernd Maack. Und die werde wachsen, meinte der Bürgermeister mit Blick auf die Reaktivierung der Akademie der Polizei. „Ab Sommer haben wir hier 300 junge Leute, die nach Dienstschluss sicher nicht in ihren Zimmern am Reinhardshof sitzen bleiben und auch nicht jeden Abend nach Würzburg oder anderswohin fahren.“ Auf dieses zusätzliche Potenzial gelte es, sich einzustellen.

 

 

Erfolgreich umgesetzt ist das Handyparken in Wertheim. Seit September kann man das Ticket online lösen. Foto: Stadt Wertheim

 

Im Zusammenhang mit Internet, Facebook und Co. verwies der Bürgermeister auf die Bemühungen um eine vernünftige WLan-Versorgung in der Innenstadt. Intensiv bearbeitet wird auch das Thema der Leerstände und deren möglichen Zwischennutzung. „Wo Schaufenster leerstehender Geschäfte nicht gestaltet sind, ist das der explizite Wunsch der Eigentümer“, machte Christan Schlager deutlich, dass man nicht überall auf offene Ohren stößt.

Erfreuliche erste Ansätze gibt es laut Schlager bei den Bemühungen, etwa durch Zusammenarbeit von Händlern und Dienstleistern „die Tage zwischen den Events“ zu füllen. Außerdem werden Akteure des Wertheimer Stadtmarketings am 28. April nach Nagold fahren und sich dort Anregungen für ein Zertifizierungskonzept für den Einzelhandel holen.

 

Quelle : Wertheim.de

Bildergalerie FotoShooting – Making of – mit Hardy Krüger junior und BMW designten Denim Bike im Wertheim Village , 14.09.2017