Wertheimer begleiteten Minister auf Brexitreise – Gespräche in London und Partnerstadt Huntingdon

Gespräche über den Brexit führten (von links) Councillor Peter Morgan (Bürgermeister von Godmanchester), Minister Guido Wolf, Bürgermeister Wolfgang Stein und Councillor Daryl Brown (Bürgermeister von Huntingdon). Foto: Ministerium der Justiz und für Europa / Robin Schray

Wertheimer begleiteten Minister auf Brexitreise

Gespräche in London und Partnerstadt Huntingdon

 

Die letzte Märzwoche 2017 war eine historische für ganz Europa. Es war die Woche, in der Großbritannien sein Austrittsgesuch an die EU sandte und der Austrittsprozess aus der EU begann. Die Welt schaute auf London – und direkt dort vor Ort war eine Delegation aus Wertheim.

Diese begleitete den baden-württembergischen Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, auf dessen Brexitreise nach London. Teil des Programms war ein Besuch in der englischen Partnerstadt Wertheims, in Huntingdon. Dort nahmen Minister Wolf und Wertheims Bürgermeister Wolfgang Stein an einer lebhaften Diskussion des Partnerschaftskomitees über den Brexit und dessen Folgen teil.

Wolf freute sich sehr über die Teilnahme der Wertheimer und darüber, dass die Fahrt nach Huntingdon ins Programm der Brexitreise des Ministeriums der Justiz und für Europa aufgenommen werden konnte. Er sagte: „Der Brexit wird eine historische Herausforderung für Europa. Umso wichtiger wird der Kontakt zwischen den Menschen aus England und der EU, so wie er zwischen Wertheim und Huntingdon vorbildlich gelebt wird.“

Wolf unterstrich, dass die Vernetzung mit Großbritannien auf kommuner Ebene, beispielsweise in Form von Städtepartnerschaften, über den Brexit hinaus fortgesetzt werden müsse: „Auf kommunaler Ebene werden wir Vereinbarungen über neue Formen der Zusammenarbeit schließen müssen.“

Aus Wertheim nahmen neben Bürgermeister Wolfgang Stein teil: Manuela Erbacher, bei der Stadtverwaltung für Partnerschaften verantwortlich, sowie Lucy Weber und Klaus von Lindern als Vertreter des Partnerschaftskomitees.

Am Tag des Brexit-Antrags, am 29. März, traf sich die Delegation im britischen Parlament unter anderem mit dem Vertreter der Kommunalen Landesverbände in Großbritannien, Lord Porter of Spalding, mit dem Richter des Supreme Court, Lord Mance, sowie Spitzen der englischen Anwaltsvertretung (Law Society).

Am Tag zuvor führte die Gruppe ausführliche Gespräche mit Abgeordneten des House of Lords. Die Teilnehmer der Reise trafen auf viele verunsichert wirkende Briten. Minister Wolf dazu: „Ich bin sehr beeindruckt, wie offen und einmütig mir alle Gesprächspartner offenbart haben, wie besorgt und auch ratlos sie hinsichtlich der künftigen Beziehungen Großbritanniens zur EU sind. In England ist die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger allgegenwärtig. Statt zusätzlichen Drucks braucht es jetzt Verhandlungsgeschick. Wir haben als Baden-Württemberger aber ein großes Interesse daran, dass wir zu einer Vereinbarung kommen, die es uns ermöglicht, mit England weiterhin intensive Beziehungen, gerade auch im wirtschaftlichen Bereich, zu unterhalten. Uns ist auch wichtig, dass wir im Bereich der Wissenschaft die bedeutungsvollen Kooperationen mit unseren britischen Partnern fortsetzen können. Großbritannien muss auch nach einem Brexit ein wichtiger Partner bleiben“.

Stadtverwaltung Wertheim