Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut besuchte den Main-Tauber-Kreis

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut ging auf die Themen Mobilfunk, sozialer Wohnungsbau sowie duale Ausbildung ein. Im Bereich Mobilfunk sei das Ministerium in enger Abstimmung mit den Mobilfunkanbietern. Diese müssten ihrer Ausbauverpflichtung aus der Frequenzversteigerung im ländlichen Raum bis Ende 2019 nachkommen. Es sei davon auszugehen, dass die Mobilfunkversorgung sich dadurch verbessere. Im sozialen Wohnungsbau gebe es im Land Baden-Württemberg bereits Kommunen, die Auflagen erteilen, dass beim Bau von Wohnraum ein Teil als sozialer Wohnungsbau errichtet werden müsse. Besonders freue sie sich, dass auch das Thema duale Ausbildung, insbesondere durch die anwesenden Ausbildungsbotschafter, Eingang in die Kreisbereisung gefunden habe.

Prof. Dr. Kim, der Leiter des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, stellte seine Überlegungen zum Kompetenzcluster Digitalisierung vor. Er zeigte auf, mit welchen Themen sich das Kompetenzcluster auseinandersetzen könnte und welche zusätzlichen Studienangebote an der Dualen Hochschule Campus Bad Mergentheim und Mosbach entwickelt werden könnten. Ministerin Dr. Hoffmeister-Krauth sagte Prof. Dr. Kim die Unterstützung ihres Hauses zu.

Danach ging Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut auf das Thema Fachkräftemangel im Handwerk ein. Sie habe eine Weile in London gelebt und wisse die deutsche Handwerkskunst somit zu schätzen. Auch die Digitalisierung sollten die Handwerksbetriebe im Blick behalten und insbesondere Strategien für ihr Unternehmen entwickeln.

Kreishandwerksmeister Michael Szabo fasste kurz die aktuelle Situation und gute Konjunktur des Handwerks zusammen. Geschäftsführerin Sonja Scherer von der Firma Spinner Landtechnik schilderte ihre guten Erfahrungen mit einem eingestellten Flüchtling. Es sollte ihrer Meinung nach jedoch mehr Deutschunterricht, insbesondere für die Fachbegriffe, angeboten werden. Jörg Aeckerle, Kreisrat und Geschäftsführer der Aeckerle Holzbau GmbH, bemängelte die bestehende EU-Datenschutzgrundverordnung und die immer weiter steigende Bürokratie. Er bat darum, die sich gerade in der Abstimmung befindende neue Landesbauordnung zu entschlacken Ziel müsse sein, dass Baumaßnahmen schneller und günstiger umgesetzt werden können.

Bestens gelaunt stellt Landrat Frank die Gäste für die Gesprächsrunde vor
In der Orangerie des Klosters fand das Fachgespräch statt

Für Geschäftsführer Gerhard Baumann von der Baumann GmbH spielen die Inklusion und die Integration eine wichtige Rolle. Er bat das Ministerium, im ländlichen Raum die notwendige Schülerzahl für eine Berufsschulklasse zu senken, umso weiterhin die Ausbildungsberufe vor Ort ausbilden zu können.

Geschäftsführer Gunther Ehrhardt vom Firmenausbildungsverbund Fabi e.V. Main-Tauber stellte kurz das Projekt Ausbildungsbotschafter vor. Die Ausbildungsbotschafterin Lorena Klingert (Medienkauffrau Digital und Print bei den Fränkischen Nachrichten) berichtete kurz über ihre Einsätze. Ergänzt wurde der Vortrag von der Ausbildungsbotschafterin Julia März (Bankkauffrau bei der Volksbank Main-Tauber), die insbesondere auf den Einsatz in Gymnasien einging. Im Anschluss an die Gesprächsrunde führte Landrat Reinhard Frank die Ministerin über das Klosterareal und erläuterte seine Pläne zur Weiterentwicklung des Kloster Bronnbachs.

Im Rahmen des Firmenbesuchs bei der Rauch Möbelwerke GmbH in Freudenberg stellte der Geschäftsführer Michael Stiehl das Unternehmen und die Produkte vor. Er ging dabei auf die Digitalisierung und die Notwendigkeit von direkten Glasfaseranschlüssen ein. Es schloss sich ein Rundgang durch den Betrieb an.

Bürgermeister Vockel nahm Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut auf eine kurze Rundfahrt durch das Gebiet Laurentiusberg mit. Im Anschluss erläuterte er anhand von Plänen, wie der aktuelle Ausbaustand auf dem Laurentiusberg aussehe. Dabei ging er insbesondere darauf ein, welche Flächen bereits verkauft seien, welche für die Wohnbebauung gerade hergerichtet werden und welche zukünftigen Pläne die Stadt Tauberbischofsheim verfolge.

Beim Unternehmen Wittenstein SE stellten Geschäftsführer Dr. Michael Geier und Patrick Hantschel (Leiter Digitalization Center) das weiterentwickelte Galaxie-Getriebe (Steuerung in der Maschine ohne Kabel, Historie des Getriebes kann per Smartphone abgerufen werden) sowie ein Warnsystem bei Notfällen an einer Produktionsstraße (Flash 2.0 – Fast Locatization and Situational Help) vor. Es schloss sich ein kurzer Rundgang durch die Räume der Innovationsfabrik an. Nach Gesprächen mit IHK-Präsident Prof. Dr. Dr. Harald Unkelbach, Bürgermeister Frank Menikheim und Firmenvertretern endete die Kreisbereisung der Ministerin.

Original Quelle : main-tauber-kreis.de

Bilder Wertheimer Weihnachtsmarkt mit Mittelaltermarkt , Sonntag 13.12.2015