Zoll News : Drei Kilogramm Gold und ein Brautkleid – 48 Steuerstrafverfahren eingeleitet

48 Steuerstrafverfahren eingeleitet; knapp 30.000 Euro nachgezahlte Einfuhrabgaben

Allein in den letzten sechs Wochen hat der Kölner Zoll mehr als drei Kilogramm nicht angemeldeten Goldschmuck bei Reisenden am Flughafen Köln/Bonn gefunden und 48 Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Alle Beschuldigten hatten versucht, mit ihrem Gepäck die Kontrollstelle des Zolls durch den grünen Kanal für abgabefreie Waren zu verlassen. Als unmittelbare Konsequenz des Schmuggelversuchs mussten noch vor Ort knapp 30.000 Euro Einfuhrabgaben nachgezahlt werden.

„Alle Beschuldigten kamen mit dem Goldschmuck aus der Türkei zurück nach Deutschland“, so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. „Abgabenfrei sind Waren bei Flugreisen aus Nicht-EU-Ländern nur bis zu einem Wert von 430 Euro. Alles was darüber hinausgeht, muss man beim Zoll anmelden, sonst droht wie in diesen Fällen ein Steuerstrafverfahren“, so Ahland weiter.

Dass auch teure Kleidungsstücke nicht unbegrenzt abgabenfrei sind, musste eine belgische Familie bei der Rückreise aus der Türkei feststellen. Sie hatten dort ein Brautkleid und drei Abendkleider im Wert von knapp 2.500 Euro gekauft. „Auch hier schützt angebliche Unwissenheit vor Strafe nicht. Ein Steuerstrafverfahren und knapp 700 Euro zu zahlende Einfuhrabgaben waren die Folge“, so der Zollsprecher.

Wichtige und zuverlässige Informationen aus erster Hand bietet die kostenlose App „Zoll und Reise“. Mit der App kann man schnell und einfach herausfinden, welche Waren bei der Einreise nach Deutschland erlaubt oder verboten sind. Auch Einfuhrabgaben können leicht berechnet werden, falls die Freimenge überschritten wird.

 

Original-Quelle : Zoll.de

Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003