Zoll News : Galeristin beim Schmuggeln ertappt – Gemälde im Gesamtwert von 5.400 Euro nicht angemeldet

 

Beamte des Hauptzollamts Lörrach unterzogen einen in der Schweiz zugelassenen Pkw vor einer Postfiliale in Grenzach-Wyhlen einer Stichprobenkontrolle und mussten dabei feststellen, dass die Fahrerin des Fahrzeugs drei Gemälde im Gesamtwert von 5.400 Euro zuvor aus der Schweiz eingeschmuggelt hatte.

Die Frau, Kunstmalerin aus dem Kanton Baselland, hatte die drei Gemälde nach Deutschland gebracht, um sie von Grenzach-Wyhlen aus per Post an eine italienische Galerie zu schicken. Ihren mitgeführten Unterlagen war zu entnehmen, dass sie die Galerie mit dem Verkauf ihrer Werke beauftragt hatte und wohin deren Verkaufserlös überwiesen werden sollte.

Gewerbliche Einfuhren aus der Schweiz nach Deutschland oder in einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union sind unaufgefordert bei der Grenzzollstelle zur zollrechtlichen Abfertigung anzumelden. Außerdem hätte ein Postversand von der Schweiz aus nach Italien für die Frau einen größeren bürokratischen und finanziellen Aufwand bedeutet als ein Versand innerhalb der EU.

Nun musste sie nicht nur die Einfuhrabgaben auf ihre Werke entrichten, sondern auch ein gegen sie eingeleitetes Steuerstrafverfahren hinnehmen. Dabei kann sie zusätzlich mit einer Geldstrafe rechnen.

Nach Hinterlegung einer Strafsicherheit durfte sie ihr Vorhaben mit den Bildern fortsetzen und danach wieder ausreisen.

Original-Quelle : Zoll.de

Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003