Zoll News : Zoll online – Aktuelles – Versöhnlicher Abschluss

Nach einem eher holprigen Start des deutschen Biathlon-Teams beim heimischen Doppel-Weltcup in Oberhof wurde Franziska Preuß im letzten Rennen nur knapp geschlagen und freute sich über Platz zwei im Massenstart.

Biathlon

Franziska Preuß

Die Freude über den neunten Podestplatz ihrer Karriere bei einem Weltcup-Einzelwettbewerb war Franziska Preuß beim TV-Interview am Sonntag deutlich anzusehen: „Ich bin richtig froh über den zweiten Platz. In meinem Körper hat sich die Schlussrunde sehr dramatisch angefühlt. Am Birxsteig bin ich an Julia (Simon) vorbeigegangen und habe richtig Druck gemacht. Aber sie ist drangeblieben und hat mich wieder überholt. Ich habe versucht, dranzubleiben, war aber zu kaputt. Sie war zu stark für mich“, resümierte die Zöllnerin die spannende Schlussrunde des Massenstarts über 12,5 Kilometer, in der sie sich am Ende der Französin knapp geschlagen geben musste.

Von Oberhof reist Franziska Preuß nun nach zwei Top-6-Platzierungen und einem Staffelsieg in der zweiten Wettkampfwoche mit einem versöhnlichen Gefühl in Richtung Antholz ab und gab sich optimistisch: „Gestern habe ich gesehen, dass ich auch beim Stehen fünfmal treffen kann. Das hat mir Mut gemacht.“

Alpin

Linus Straßer

Am Samstag konnte Linus Straßer beim Slalom in Flachau seine derzeitige Erfolgsserie fortsetzen und verpasste seinen dritten Podestplatz in Folge nur knapp. Flachau war als Austragungsort kurzfristig für Kitzbühel eingesprungen, da die dort geplanten zwei Weltcupslaloms aufgrund der angespannten Coronasituation verlegt werden mussten.

Am Ende trennten den Skirennläufer aus dem Zoll Ski Team nur 0,5 Sekunden vom Stockerl, und dennoch war er hoch zufrieden mit seinem fünften Platz. „Ich habe diese Saison gemerkt, dass ich nicht weit weg bin vom Podest. Aber am Ende ist es trotzdem eine große Aufgabe und da muss einfach alles zusammenpassen“, erklärte Linus Straßer im TV-Interview.

Beim zweiten Slalom tags darauf wollte der Zöllner dann als Konsequenz aus den letzten Rennen bereits im ersten Durchgang „ein bisschen mehr Gas geben“ und ging ein höheres Risiko ein. In der Zwischenzeit lag er auch auf Podestkurs, fädelte dann aber im Mittelteil ein und schied aus: „Einfädeln kannste immer, das gehört einfach dazu. Natürlich schade, aber das ist Teil des Spiels.“

Nordische Kombination

In einem für die Nordische Kombination eher ungewöhnlichen Massensprint wurde der Einzelwettkampf in Val di Fiemme entschieden. Nach einem vom Wind bestimmten Springen war Vinzenz Geiger auf Platz acht bester Deutscher und gab sich vor dem Wechsel in die Loipe angriffslustig: „Es ist auf alle Fälle mein Ziel, um den Sieg mitzukämpfen. Auf der Strecke hier braucht man allerdings immer ein bisschen Glück im Finish, aber ich werde auf alle Fälle mein Bestes geben“, so der Zöllner.

Auf der Abfahrt ins Ziel befand sich Vinzenz Geiger dann zwar in einer aussichtsreichen Position, hatte aber so viel Konkurrenten vor und um sich, dass er den Schwung nicht vollends mitnehmen konnte. Am Ende war er jedoch mit seinem dritten Rang vollauf zufrieden: „Bei so einem engen Rennen muss man glücklich über das Podest sein.“



Original-Quelle : Zoll.de

Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003