Zoll News : Zoll online – Pressemitteilungen – Bauunternehmerduo erhält wegen Schwarzarbeit 44 Monate auf Bewährung

Schadenssumme beläuft sich auf rund 1,1 Millionen Euro

Das Amtsgericht Erfurt verurteilte Ende September dieses Jahres eine 52-jährige Bauunternehmerin aus Erfurt sowie ihren 40-jährigen Gehilfen wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten beziehungsweise einem Jahr und elf Monaten. Die Vollstreckung der Strafen wurde für beide auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Aufgefallen waren Unregelmäßigkeiten bei den Stundenaufzeichnungen in der Firma der 52-Jährigen bei einer Kontrolle der Geschäftsunterlagen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Erfurt.

Bei den sich anschließenden intensiven Ermittlungen konnte ihr nachgewiesen werden, dass sie und ihr Gehilfe über einen Zeitraum von rund fünf Jahren ihre Angestellten wesentlich mehr Stunden arbeiten ließen als offiziell angegeben. Zudem zahlten sie die Löhne dafür schwarz aus. Die Stundenaufzeichnungen und die Lohnzettel hatten die Beschuldigten falsch erstellt. Zur Verschleierung der Schwarzlöhne verwendeten sie unter anderem sogenannte Scheinrechnungen, das heißt, Rechnungen für Leistungen, die tatsächlich nie erbracht wurden.

Durch die nicht oder nicht im vollen Umfang bei den zuständigen Stellen angemeldeten Arbeitnehmer verursachten die inzwischen rechtskräftig Verurteilten einen Schaden in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.

Weiterhin wurde den Angeklagten auferlegt, 1.600 Euro beziehungsweise 5.000 Euro für gemeinnützige Zwecke zu zahlen.



Original-Quelle : Zoll.de

Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003