Zoll News : Zoll online – Pressemitteilungen – Hauptzollamt Augsburg stellt Jahresbilanz 2019 vor


Einnahmen von fünfeinhalb Milliarden Euro


Dienstgebäude des Hauptzollamts Augsburg

„Der Zoll bewältigt seine wichtigen Aufgaben auch in Krisenzeiten“, betonte Hans-Hennig Kühne, Leiter des Hauptzollamts Augsburg, bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2019.

Bei der Warenabfertigung sorgen die Zollämter unter anderem zum Schutz der Bürger in Zusammenarbeit mit den Überwachungsbehörden dafür, dass ausschließlich funktionsfähige Produkte, wie zum Beispiel Schutzausrüstung, die den deutschen Sicherheitsstandards entsprechen, eingeführt werden. Die Zollämter in Göggingen, Donauwörth, Ingolstadt, Kempten, Memmingen und Hörbranz-Autobahn (Lindau) fertigten im Jahr 2019 insgesamt über 5,5 Millionen Warensendungen ab. Davon wurden 4,4 Millionen Warensendungen zur Ausfuhr und 1,1 Millionen zur Einfuhr angemeldet.

Einnahmen

Im vergangenen Jahr nahm das Hauptzollamt Augsburg, das für den Regierungsbezirk Schwaben und den Großraum Ingolstadt zuständig ist, circa fünfeinhalb Milliarden Euro ein. Davon wurden für den Haushalt der Europäischen Union die erhobenen Zölle in Höhe von 34 Millionen Euro abgeführt. Die übrigen Einnahmen sind vollständig in den Bundeshaushalt geflossen. Den größten Teil bilden die Verbrauchsteuern mit knapp 4 Milliarden Euro, davon entfallen nahezu dreieinhalb Milliarden auf die Energiesteuer. Annähernd 900 Millionen Euro wurden als Einfuhrumsatzsteuer verbucht. Die Einnahmen aus der Kraftfahrzeugsteuer betrugen im Jahr 2019 im Hauptzollamtsbezirk Augsburg mehr als 530 Millionen Euro.

Die Bundeszollverwaltung hat 2019 insgesamt 141 Milliarden Euro und somit fast 45 Prozent der Steuereinnahmen in Deutschland eingenommen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Auf unseren Zoll ist Verlass! Das gilt auch und gerade unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Krise. Der Zoll unterstützt viele Unternehmen unbürokratisch und sorgt dafür, dass der internationale Warenverkehr auch unter den veränderten Gegebenheiten schnell abgefertigt wird.“

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Augsburg hat in den letzten Jahren konsequent den Verfolgungsdruck erhöht. „Die Kontrollen sollen dazu beitragen, dass Sozialversicherungsbeiträge und Steuern gleichmäßig abgeführt, Sozialleistungen nicht zu Unrecht bezogen, der Mindestlohn gezahlt und die vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen eingehalten werden“, so Kühne.

Im vergangenen Jahr kontrollierte die FKS annähernd 1.600 Arbeitgeber. 2019 wurden insgesamt über 2.400 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten an die Staatsanwaltschaften abgegeben. Im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen wurde ein Schaden in Höhe von knapp 23 Millionen Euro aufgedeckt. Die Gerichte erwirkten bei den von der FKS ermittelten Verstößen insgesamt 89 Jahre an Freiheitsstrafen und knapp zwei Millionen Euro Geldbußen und -strafen.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 55.000 Arbeitgeber geprüft, 115.000 Strafverfahren eingeleitet und 116.000 Strafverfahren erfolgreich abgeschlossen. Durch das am 18. Juli 2019 in Kraft getretene Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmissbrauch hat die FKS zusätzliche Befugnisse erhalten, die sie in die Lage versetzt, noch besser für Ordnung und Fairness auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen.



Original-Quelle : Zoll.de

Bilder vom Hochwasser Wertheim Altstadt 2003