Zwei junge Forscher der Forscherkids Wertheim bei Jugend forscht erfolgreich

Luis Busse wurde Regionalsieger Schüler experimentieren Chemie Heilbronn-Franken und tritt beim Landeswettbewerb Baden-Württemberg an. Danica Brömer wurde in der gleichen Kategorie Zweitplatzierte. Mit ihnen freut sich ihr ehrenamtlicher Projektbetreuer Birger-Daniel Grein.

 

Wertheim / Künzelsau. Gleich zwei junge Forscher der Forscherkids Wertheim können sich über einen großen Erfolg beim Regionalwettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren Heilbronn-Franken freuen. Dieser fand Ende Februar an der Hochschule Künzelsau statt.

Der elfjährige Luis Busse aus Wertheim-Nassig errang im Fachgebiet Chemie der Alterssparte Schüler experimentieren den ersten Platz und wird die Region beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren Baden-Württemberg am 26. und 27. April 2018 in Balingen vertreten.

Der Fünftklässler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums forschte zum Thema „Bastelkleber aus Lebensmitteln.“ Die zehnjährige Fünftklässlerin Danica Brömer aus Triefenstein-Trennfeld errang den zweiten Platz der gleichen Kategorie. Sie ist Schülerin des Balthasar-Neumann-Gymnasiums Marktheidenfeld. Ihr Forschungsprojekt beschäftigte sich mit „Malfarben aus natürlichen Stoffen.“ Ehrenamtlich betreut wurden die beiden von Birger-Daniel Grein.

„Wir freuen uns riesig über den Erfolg. Er ist auch ein Zeichen dafür, dass die Jungforscher der Forscherkids sehr engagiert sind und vieles erreichen können“, betonte Grein.

Beide begannen ihre Forschungsarbeiten im Rahmen des Kurses „Junge Profiforscher“ der Hector Kinderakademie Wertheim im März vergangenen Jahres. Dieser Kurs wurde ebenso von Grein geleitet. Insgesamt forschten beide rund ein Jahr an ihren Ideen.

Luis kam auf sein Thema, da ihn beim Arbeiten mit gekauftem Bastelkleber der Geruch störte. Außerdem fand er es problematisch, dass einige Inhaltsstoffe giftig oder schlecht für die Gesundheit sind. Deshalb setzte er sich das Ziel, selbst einen Kleber aus Lebensmitteln herzustellen, der völlig ungiftig ist. Damit ist er auch für kleinere Kinder geeignet, die ihn in den Mund nehmen könnten. Er probierte verschiedene Rezepte aus und verbesserte diese weiter. Dabei ging es ihm um Klebkraft, Geruch und Haltbarkeit. Außerdem testete er, wie man die Kleber am besten auftragen und auf welchen Materialien man sie verwenden kann. Die Anwendung von einem Kleber wurde zudem von mehreren Kindern getestet. Am Ende gelang es ihm Kleber zu entwickeln die  mit gekauftem Bastelleber mithalten können. Besonders gut fanden Jury und Gäste des Wettbewerbs, dass der Kleber auch problemlos zur Kantenklebung eingesetzt werden kann.

Die Chemiejury lobte, dass sich Luis umfassend mit dem Thema Bastelkleber beschäftigt hat und es ihm gelungen ist einen umweltfreundlichen, ungiftigen und kinderfreundlichen Bastelkleber zu entwickeln. Hervorgehoben wurde seine hervorragende Präsentation und seine überragende wissenschaftliche Vorgehensweise. Dies rechtfertige den ersten Platz, so die Jury.

Ein erster Platz beim Wettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren ist eine besondere Auszeichnung. Sie  ist immer eine Auszeichnung für eine überragende Arbeit. Dies bedeutet, es genügt nicht die beste Arbeit eines Fachgebiets beim jeweiligen Wettbewerb zu haben. So wurden in diesem Jahr in gleich mehreren Fachgebieten gar keine ersten Plätze vergeben. Ein erster Platz wird nur dann vergeben, wenn der junge Forscher eine gute Chance auf einem Erfolg beim jeweiligen Landeswettbewerb hat. Damit gehört Luis bereits jetzt zu den besten Jungforschern Baden-Württembergs.

Danica malt gerne und hatte sich gefragt, ob es Alternativen zu den gekauften Malfarben gibt.

So setzte es sie sich zum Ziel Malfarben aus natürlichen Stoffen herzustellen. Dabei war ihr wichtig, dass die Farben ungiftig sind, damit sie auch kleinere Kinder gefahrlos nutzen können.
Als Farbstoffe dienten Lebensmitteln in Form von Saft, Brei oder Tee. Für die Konsistenz der
Farben nutzte sie verschiedene Grundlagen.Getestet wurden die Farben auf mehreren verschiedenen Untergründen, außerdem teste sie die Haltbarkeit der Farben und Farbveränderungen im Laufe der Zeit unter unterschiedlichen Bedingungen. Ergänzt wurde das Ganze durch Anwendungsversuche.
Am Ende gelang es ihr eine vielzahl an Farben herzustellen die mit gekauften Kindermalfarben
mithalten können und eine erstaunliche lange Haltbarkeit aufweisen.

Auch bei Danica lobte die Chemiejury ihre umfassende und herausragende wissenschaftliche Arbeit und verlieh ihr einen sehr guten zweiten Platz, knapp an der Grenze zum Regionalsieg.

Bereits bis Januar hatten die beiden Jungforscher in einer schriftlichen wissenschaftlichen Arbeit ihr Vorgehen und ihre Ergebnisse darstellen müssen. Beim Wettbewerb präsentierten sie diese dann an Ständen, im Vortrag und im Jurygespräch. Auch bei den Gästen des Wettbewerbs stießen beide Projekte auf großes Interesse.

Für Luis geht es nun mit der Vorbereitung auf den Landeswettbewerb weiter. In weiteren Forschungsreihen möchte er die Haltbarkeit seiner Kleber weiter verbessern. Zudem plant er größere Tests mit Anwendern durchführen. Beide Jungforscher hatten während ihrer Forschungsarbeit viel neues dazu gelernt. Mit großer Freude und Zufriedenheit blickten sie aber auch auf die vergangenen drei spannenden und anstrengenden Wettbewerbstage zurück.

Bereits jetzt könnten sie sich vorstellen , in Zukunft erneut bei Jugend forscht  mitzumachen.

 

Zu den Forscherkids:

Die Forscherkids Wertheim sind ein rein ehrenamtlich organisiertes und durchgeführtes Bildungsangebot für Schulkinder. Es umfasst Forscherferien (1.-5. Klässler), eine Kinderuni (Kernzielgruppe 8-12 Jahre, wobei ältere und jüngere Kinder mit Interesse am Thema willkommen sind), sowie die Wettbewerbsbetreuung für Jugend forscht.

Alle die bei den Forscherkids mitarbeiten tun dies unentgeltlich. Das Programm finanziert sich zum überwiegenden Teil aus Spenden und Teilnehmerbeiträgen. Öffentliche Fördermittel für Forscherferienprojekte kommen von Landkreis und Land Baden-Württemberg (Landesjugendplan).

Ziel ist es Kinder für Naturwissenschaft und Technik (MINT-Bereich) zu begeistern, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und ihnen Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten zu geben.

Die Wirkung der Forscherferien wurde mit einer Evaluation bestätigt.

Informationen zum Angebot gibt es unter www.forscherkids-wertheim.de

 

Foto:
Große Erfolg konnten zweier Jungforscher der Forscherkids Wertheim beim Wettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren erreichen. Luis Busse wurde Regionalsieger Schüler experimentieren Chemie Heilbronn-Franken und tritt beim Landeswettbewerb Baden-Württemberg an. Danica Brömer wurde in der gleichen Kategorie Zweitplatzierte. Mit ihnen freut sich ihr ehrenamtlicher Projektbetreuer Birger-Daniel Grein.

 

Stadtjugendring Wertheim e.V. / Forscherkids Wertheim
Vorsitzender
Birger-Daniel Grein