25 JAHRE BASTIONSGARTEN AUF DER WILLIBALDSBURG EICHSTÄTT – 500. Geburtstag des Fürstbischofs Martin von Schaumberg – Bayerisches Landesportal

25 JAHRE BASTIONSGARTEN AUF DER WILLIBALDSBURG EICHSTÄTT – 500. Geburtstag des Fürstbischofs Martin von Schaumberg – Bayerisches Landesportal

„In diesen Tagen erinnern wir an den 500. Geburtstag des Bischofs des Bistums Eichstätt und zugleich Fürstbischofs des Hochstifts Eichstätt, Martin von Schaumberg. Ihm verdanken wir den heutigen ‚Bastionsgarten‘ – ein Informationsgarten über damalige Pflanzenraritäten, der als solcher wohl einmalig in Deutschland ist. Martin von Schaumberg ließ auf der Willibaldsburg Eichstätt ‚newe Gaerten […] hinter dem Schloss‘ anlegen, die später von seinem Nachfolger Fürstbischof Conrad von Gemmingen erweitert wurden. Auf dieser Grundlage entstand so im Jahr 1998 der ‚Bastionsgarten‘, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert“, so Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich der beiden Jubiläen.

Martin von Schaumberg wurde 1523 in Nassenfels geboren und 1560 zum Bischof des Bistums Eichstätt und zugleich Fürstbischof des Hochstifts Eichstätt gewählt. Als solcher trieb er die tridentinischen Reformen in seiner Diözese voran, reorganisierte die Verwaltung im Hochstift Eichstätt und übernahm durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders am 1. Februar 1583 eine Vorreiterrolle im Römischen Reich. Zudem erweiterte er die Willibaldsburg Eichstätt um eine große Hofanlage in Richtung Osten. Von diesem sogenannten „Schaumbergbau“ ist jedoch lediglich ein kleiner Gebäudeteil erhalten, in dem sich heute die Burggaststätte befindet.

Sein Nachfolger Fürstbischof Johann Conrad von Gemmingen führte den Umbau an der Willibaldsburg Eichstätt zu einem repräsentativen Renaissanceschloss ab 1595 fort. Auch die von Martin von Schaumberg angelegten Gartenanlagen wurden unter der Leitung des Arztes und Botanikers Joachim Camerarius sowie des Apothekers Basilius Besler erweitert. Auf unterschiedlichem Geländeniveau entstand um das Schloss herum der „Hortus Eystettensis“, dessen wertvolle Pflanzenraritäten in dem 1613 erschienen gleichnamigen Kupferstichwerk abgebildet wurden. Nach und nach entwickelte sich jedoch die Anlage immer mehr zu einem reinen Nutzgarten, bis 1795 der endgültige Niedergang des botanischen Gartens eingeläutet wurde.

In den 1990er-Jahren entstand die Idee, die in der Kupferstichsammlung „Hortus Eystettensis“ abgebildeten und einst angesiedelten Pflanzen wieder zusammenzutragen und den Besucherinnen und Besuchern der Willibaldsburg Eichstätt in einem neu angelegten 2000 Quadratmeter großen Informationsgarten auf der Schmiedebastion zu präsentieren. Vor 25 Jahren, also im Jahr 1998, wurde das Ergebnis unter dem Namen „Bastionsgarten“ durch die Bayerische Schlösserverwaltung eröffnet. Der Garten zeigt in schmalen, langgestreckten Beeten etwa die Hälfte derjenigen Pflanzen, die 1613 in dem prachtvollen Kupferstichwerk „Hortus Eystettensis“ abgedruckt wurden.

Derzeit werden im Bastionsgarten noch letzte Arbeiten durchgeführt, bevor dieser wieder ab Karfreitag, 7. April 2023, öffnet. Die Wege werden instandgesetzt, die Brunneneinhausung entfernt und der Brunnen in Betrieb genommen. Erste Kübelpflanzen wurden in geschützten Bereichen des Bastionsgartens aufgestellt. Als erste Frühjahrsblüher werden in den kommenden Tagen Narzissen, Tulpen und die Traubenkirsche die Gäste mit ihrer Farbenpracht erfreuen.

Weitere Informationen zur Willibaldsburg Eichstätt und zum Bastionsgarten finden Sie unter

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Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

Original Quelle Bayern.de

Bilder Pixabay / Original Quelle

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