Main-Tauber-Kreis: Dr. Caner Takur zum Leitenden Notarzt bestellt

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Erster Landesbeamter Christoph Schauder hat kürzlich im Landratsamt Main-Tauber-Kreis Dr. Caner Takur aus Lauda zum Leitenden Notarzt bestellt. Damit verfügt der Landkreis nun über neun Leitende Notärzte. Sie kommen bei Großschadensereignissen und im Katastrophenfall zum Einsatz und engagieren sich freiwillig. Auf Initiative des Ersten Landesbeamten war die Ernennung erstmals mit der Übergabe einer Urkunde verbunden, die von Landrat Reinhard Frank unterzeichnet wurde. Damit soll ein besonderes Zeichen der Wertschätzung gesetzt werden.

Bereits bei Unfällen mit fünf oder mehr Notfallpatienten können die örtlichen Rettungskräfte an ihre Grenzen stoßen. Gerade dann, wenn ein solcher Unfall in der Nacht geschieht und nur der Regelrettungsdienst besetzt ist, müssen schnell die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Das genau ist die Aufgabe eines Leitenden Notarztes: Er soll sich nicht dem einzelnen Unfallopfer zuwenden, sondern den Überblick wahren, die medizinische Versorgung koordinieren und festlegen, wer mit welchem Rettungswagen oder Hubschrauber in welches Krankenhaus gebracht wird. „Es ist immens wichtig, dass wir bei Katastrophen und Großschadensereignissen qualifizierte Kräfte vor Ort haben“, sagte Erster Landesbeamter Schauder. Deshalb sei er sehr froh, dass Dr. Takur diese Aufgabe übernehmen möchte.

Die Bestellung erfolgte auf Vorschlag des Bereichsausschusses für den Rettungsdienstbereich Main-Tauber. „Wir sind Rechtsaufsicht über den Bereichsausschuss und befinden uns in einem ständigen Dialog mit ihm“, sagte Schauder. Stets habe man gemeinsam Verbesserungen im Blick, beispielsweise die Schaffung eines Notarzt-Standortes in Creglingen.

Wie Schauder weiter erklärte, liege der Kreisverwaltung das Thema Rettungsdienst generell sehr am Herzen. In dem am dünnsten besiedelten Landkreis Baden-Württembergs stelle es eine große Herausforderung dar. Das Ziel, die vorgegebene Hilfsfrist in 95 Prozent aller Fälle einzuhalten, sei leider bei realistischer Betrachtung kaum zu erreichen. Aktuell liegt der Wert bei etwa 88 bis 92 Prozent. „Wichtig ist, dass schnellstmöglich Hilfe kommt, zum Beispiel im Rahmen eines ‚Helfer-vor-Ort‘-Systems.“ Solche „Helfer vor Ort“ könnten Hilfe leisten noch bevor der Rettungswagen eintrifft. „Wir sind für einen Flächenlandkreis gut aufgestellt.“

Kreisbrandmeister Andreas Geyer formulierte das Etappenziel, die Hilfsfrist weiter zu verbessern. Dazu sei es erforderlich, dass Notärzte nicht mehr zu Hause abgeholt werden müssen. In diesem Zusammenhang wies Schauder auf das bereits gute System von Rettungswachen im Landkreis hin. „Die beiden DRK-Kreisverbände machen einen tollen Job, und wir verfügen über eine top moderne Leitstelle, in welcher der Digitalfunk bereits vollständig eingeführt ist.“

Dr. Caner Takur studierte Humanmedizin an der Universität Heidelberg bis zur Approbation und Promotion. Er war mehrere Jahre in der Unfallchirurgie tätig, unter anderem in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen, in welcher er auch promovierte. Später wechselte er nach etwa zweijähriger Tätigkeit beim Gesundheitsamt in Tauberbischofsheim zum Werkärztlichen Dienst der Audi AG in Neckarsulm. Aktuell ist er als Facharzt für Arbeitsmedizin bei der Audi AG sowie als selbstständiger Betriebsarzt im Main-Tauber-Kreis tätig. Er verfügt über eine mehr als fünfjährige Praxis als Notarzt und hat vor dem Studium eine Ausbildung als Rettungsassistent absolviert.

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Original Quelle by Wertheim24.de

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