Main-Tauber-Kreis: Impfdurchbrüche und Interpretation – Schwere Verläufe und Tod

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Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis verzeichnet derzeit viele Fragen aus der Bevölkerung zur Thematik der Impfdurchbrüche. Sie werden vom Gesundheitsamt zwar erfasst und an Landesgesundheitsamt, Robert-Koch-Institut und Paul-Ehrlich-Institut übermittelt, müssen aber besonders sorgfältig interpretiert werden. Darüber hinaus sollte die Betrachtung auf der Ebene einer möglichst großen Fallzahl erfolgen, beispielsweise für die Bundesrepublik Deutschland, um ein realistisches Bild zu erhalten. Deshalb nennt die Kreisverwaltung keine Zahlen für den Landkreis. Sie sind ohne vertiefte Analyse nicht aussagekräftig.

Schutz insbesondere vor schweren Verläufen und Tod

Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten alle in Europa zugelassenen COVID-19-Impfstoffe eine gute Wirksamkeit. Sie schützen also insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen bis hin zum Tod, darüber hinaus aber auch gegen die Ansteckung selbst.

Dennoch kann es trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen, da die Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet. Alleine hieraus kann abgeleitet werden, dass bei einer zunehmenden Zahl von Geimpften die absolute Zahl von Impfdurchbrüchen erwartungsgemäß zunehmen muss, und zwar unabhängig von anderen Faktoren wie der vorherrschenden Virusvariante, dem Alter der Betroffenen und dem zeitlichem Abstand zur erfolgten Vollimmunisierung. Ebenso wird die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, dadurch erhöht, dass die Menschen nun wieder nahezu so viele Kontakte untereinander haben wie vor Beginn der Pandemie.

Effekt in Pflegeheimen nicht zu übersehen

Dadurch wird die Wirksamkeit der Impfungen jedoch nicht in Frage gestellt. Beispielsweise ist der Immunisierungseffekt der Impfungen in Pflegeheimen nicht zu übersehen. Dort waren nach den vollständigen Impfungen geradezu rapide abnehmende Todeszahlen zu verzeichnen. Das stark gesunkene Durchschnittsalter der Infizierten und dadurch auch das Absinken des Anteils an Personen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist ebenfalls klar auf den Impffortschritt zurückzuführen, der in den höheren Altersgruppen zu verzeichnen ist. Die Inzidenzen sind in den jüngeren Altersgruppen mit geringeren Impfraten aktuell sehr viel höher als in den höheren Altersgruppen mit bereits sehr hohen Impfraten.

Erkrankungen bei unvollständig Immunisierten sind keine Durchbrüche

Von Impfdurchbrüchen deutlich zu unterscheiden sind Erkrankungen, bei denen die Infektion kurz vor der Impfung oder auch in den ersten Tagen nach der Impfung erfolgt ist. Im ersten Fall wurde in der Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Auftreten der Symptome geimpft. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt fünf bis sechs Tage. Im zweiten Fall fand die Infektion statt, bevor sich durch die Impfung ein vollständiger Schutz aufgebaut hat. Die vollständige Immunisierung besteht jedoch frühestens 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfung.

Positive PCR-Tests bei Symptomlosigkeit zeigen Impfwirkung

Auch Berichte über Coronavirus-Infektionen beispielsweise bei bereits geimpften Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen bedeuten nicht, dass die COVID19-Impfungen nicht schützen. Untersuchungen von Ausbrüchen in Seniorenheimen haben vielmehr gezeigt, dass geimpfte Personen in der Regel nur leichte Symptome der COVID-19-Erkrankung aufwiesen oder häufig gänzlich symptomlos blieben. Hier wiesen nur positive Labortests auf eine mögliche Infektion hin. Positive PCR-Tests können also trotz Impfung vorkommen. Sie beweisen bei fehlenden Symptomen die gute Wirksamkeit der Impfung unter Personen, die häufig besonders schwer erkranken würden.

Sehr geringer Anteil von Geimpften an Erkrankten und Hospitalisierten

Von 997.562 symptomatischen COVID-19-Fällen, die das RKI von Februar bis Mitte Juli in Deutschland erfasst hat, waren 6125 Personen vollständig geimpft. Dies bedeutet, es waren davon 99,4 Prozent nicht geimpft und 0,6 Prozent geimpft. Von den 97.904 COVID-19-Infizierten Personen, die in dieser Zeit im Krankenhaus behandelt werden mussten, waren 377 vollständig geimpft. Das bedeutet, es waren 99,6 Prozent dieser Personen nicht geimpft und 0,4 Prozent geimpft. Diese Zahlen verdeutlichen den außerordentlich wichtigen Beitrag der Impfungen zur Pandemiebekämpfung.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de



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Original Quelle by Wertheim24.de

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