Main-Tauber-Kreis/Wertheim: Baustellen-Abfälle sollten richtig getrennt und entsorgt werden

„Bislang werden Baustellenabfälle leider oftmals als Mischfraktionen in Containern erfasst. In vielen Fällen ist dadurch eine hochwertige stoffliche Verwertung nicht mehr möglich“, erläutert der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Main-Tauber-Kreis (AWMT), Dr. Walter Scheckenbach. Somit entstünden hohe Entsorgungskosten und wertvolles Deponieraumvolumen werde verbraucht. „Deshalb sollten schon in der Ausschreibung der Baumaßnahme konkrete Vorgaben zur getrennten Sammlung der Bauabfälle festgelegt werden. Dies ist ökologisch sinnvoll und spart Geld“, sagt Dr. Scheckenbach.

Bauabfälle bestehen aus Holz, Kunststoffen, Dämmmaterialien, Kartonagen, Metallen, Glas oder Gipsbaustoffen. Die Herstellung dieser Baustoffe war mit einem hohen Aufwand an Energie und Ressourcen verbunden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis erläutert, wie die einzelnen Arten von Bauabfällen umweltgerecht entsorgt werden.

Metalle

Metalle müssen frei von Fremdmaterialien sein. Armierungsstähle aus dem Stahlbeton sollten keine Betonanhaftungen haben. Eine Trennung nach Eisen- und Nichteisenmetallen ist nicht notwendig.

Holz

Fast die Hälfte des gesamten Altholzaufkommens entstammt den Bauabfällen. Es wird an vielen Stellen in einem Gebäude verbaut. Altholz weist eine unterschiedliche Schadstoffbelastung auf. Stofflich verwertet werden kann nur naturbelassenes Holz oder Holz, das verleimt, schadstofffrei gestrichen oder anderweitig behandelt wurde. Mit Holzschutzmitteln behandelte Hölzer aus dem Außenbereich oder der Gebäudekonstruktion können nur in Anlagen mit Rauchgasreinigung energetisch verwertet werden.

Glas

Nicht nur Fenster, sondern ganze Fassadenelemente werden aus Glas hergestellt. Durch Rückführung in die Glasindustrie werden wertvolle Rohstoffe wiederverwertet.

Kunststoffe

Aus Kunststoffen bestehen zahlreiche Produkte wie Bodenbeläge, Fensterprofile, Rohre, Rollläden oder Dämmmaterialien. Die Aufarbeitung zu sortenreinem Granulat funktioniert bei Produktionsrückständen und Verschnitten, wie sie als Abfallmasse im Bauhandwerk anfallen. Über Sortier- und Aufbereitungsanlagen entstehen wieder neue Kunststoffe.

Gipsbaustoffe

Gipskartonplatten werden im Trockenbau oft verwendet. Die Gipsabfälle müssen an der Baustelle sortenrein und trocken erfasst werden. Die Gipskartonplatten werden aufbereitet, von Papier und Metallen befreit und wieder zur Herstellung von neuen Platten eingesetzt.

Verpackungsabfälle

Vieles, womit die Baustelle beliefert wird, ist verpackt, teilweise sogar sehr aufwendig. Fallen auf Baustellen Transportverpackungen an, so müssen diese nach den Vorgaben der Verpackungsverordnung von den Lieferanten kostenlos zurückgenommen werden. Darauf sollte auf der Baustelle gezielt geachtet werden.

Original Quelle by Wertheim24.de

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