Die Bayerische Polizei – Erneute Anrufe von falschen Microsoft-Mitarbeitern

LKRS. NEUSTADT A. D. WALDNAAB. Angebliche Microsoft-Mitarbeiter melden telefonisch Probleme mit dem Rechner. Eine Frau gibt den Betrügern mehrere Passwörter preis.

Am 18. November 2021 erhielt eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Dieser gab an, dass ihr Rechner Fehler aufweise. Die Frau gewährte dem „Microsoft-Mitarbeiter“ daraufhin Fernzugriff auf ihren Computer, sowie ihr Mobiltelefon. Im Laufe des Gesprächs hat sie ihrem Gegenüber am Telefon auch TANs zum Online-Banking weitergegeben. Als sie aufgrund dieses Vorgehens im Nachhinein stutzig wurde, sperrte sie eigenständig ihr Bankkonto. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Betrüger zwar bereits einen dreistelligen Geldbetrag an fremde Konten überwiesen, jedoch konnten weitere angestoßene Überweisungen im mittleren vierstelligen Geldbetrag an verschiedene Konten zurückgehalten werden.

Die Kriminalpolizei Weiden i.d.OPf. führt nun zu diesem Fall die Ermittlungen.

So schützen Sie sich vor solchen Betrugsversuchen:

  • Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus.
  • Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.

Wenn Sie bereits Opfer wurden:

  • Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn runter. Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter.
  • Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm auf Ihrem Rechner löschen.
  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurück holen können.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Sie können den Betrugsversuch zusätzlich bei Microsoft melden: www.microsoft.com/de-DE/concern/scam

Weitere Infos unter www.polizei-beratung.de

Original Quelle : Polizei Präsidium Unterfranken

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