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BAB A 94, ERHARTING, LKR. MÜHLDORF AM INN. Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Mühldorf am Inn wurden Ende November das Ziel von Beleidigungen und Schimpftiraden einer 30-jährigen Autofahrerin. Der gefährliche, nächtliche Einsatz auf der A 94 der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing brachte die Frau derart in Rage, dass sie sich zu wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen der Florianijünger hinreißen ließ. Ihrer Wut ließ sie in einem Video freien Lauf, welches sie anschließend über einen Social-Media-Dienst veröffentlichte. Aufgrund einer Anzeige konnte die Frau durch die Autobahnpolizeistation Mühldorf am Inn unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt und nun zur Verantwortung gezogen werden.
Am Mittwoch, 24.11.2021 gegen 23.30, Uhr ereignete sich auf der BAB A94 auf Höhe von Erharting ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Autotransporter, in dessen Folge der Anhänger des Autotransporters samt aufgeladener Fahrzeuge umstürzte (siehe Pressebericht der Autobahnpolizeistation Mühldorf vom 25.11.2021 unten angefügt). Der unfallbeteiligte Pkw blieb ebenfalls auf der Autobahn liegen und war nicht mehr fahrbereit.
Neben der Autobahnpolizeistation Mühldorf, welche den Unfall aufnahm, fuhren daraufhin umgehend auch die angeforderten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing über die A94 an die bis dahin noch nicht abgesicherte Unfallstelle heran. Hierbei führten zwei Feuerwehrfahrzeuge nebeneinander eine sogenannte Drosselfahrt durch, wobei der Verkehr vor der Unfallstelle herabgebremst wird, um einen weiteren Verkehrsunfall zu vermeiden.
Bereits während dieser Verlangsamung des nachfolgenden Verkehrs fiel den Einsatzkräften der Feuerwehr ein Pkw auf, welcher versuchte, die beiden Feuerwehrfahrzeuge während der Drosselfahrt zu überholen. Kurz darauf, als der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde, fuhr der genannte Pkw an den Einsatzkräften der Feuerwehr vorbei, wobei die Fahrerin, die Scheibe herunterließ und die Einsatzkräfte deren Angaben zufolge beschimpfte.
Am Morgen des 25.11.2021 wurde der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing ein Video aus einem Social Media Messenger zugespielt. Das Video zeigt, wie eine Frau bei der beschriebenen Drosselfahrt hinter den Einsatzfahrzeugen herfährt und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing dabei wüst beschimpft und verunglimpft. Außerdem äußerte die Dame großes Unverständnis über den Feuerwehreinsatz. Die wüsten Beschimpfungen gingen der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing zu weit und sie meldete den Vorgang der Polizei.
Die Autobahnpolizeistation Mühldorf konnte schnell eine Tatverdächtige, eine 30-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting, ermitteln. Die sachleitende Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte einen Beschlagnahmebeschluss für das Mobiltelefon der Dame, welches die Polizei kurz darauf sicherstellen konnte. Die polizeilichen Ermittlungen erhärteten den Tatverdacht gegen die Frau. Sie zeigte sich geständig und einsichtig.
Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen übler Nachrede und Beleidigung eingeleitet. Darüber hinaus beging sie verschiedene Verkehrsordnungswidrigkeiten. Zudem wird der Vorfall der Fahrerlaubnisbehörde gemeldet.
Einsatzkräfte der Feuerwehren sehen sich leider trotz ihres großen ehrenamtlichen Engagements immer wieder mit derartigen Angriffen konfrontiert. Ausgerechnet für die Frau war die Drosselfahrt der Feuerwehr besonders wichtig, da sie ansonsten mit sehr hoher Geschwindigkeit an die bis dahin ungesicherte Unfallstelle herangefahren wäre und dabei möglicherweise viel weitreichendere Folgen verursacht hätte. Die letzten folgenschweren Unfälle, bei denen nachfolgende Fahrzeuge in eine Unfallstelle fuhren sind erst wenige Wochen her.
Erste Pressemeldung der Autobahnpolizeistation Mühldorf am Inn vom 25.11.2021:
A94/Erharting – PKW touchiert Autotransporter
Am Mittwoch gegen 23:25 Uhr ereignete sich auf Höhe der Anschlussstelle Mühldorf-Nord ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen.
Eine 25-jährige Golffahrerin aus Salzburg befuhr die linke Fahrspur in Richtung Passau. Sie wollte ein mit drei Fahrzeugen beladenes Autotransporter-Gespann überholen, das von einem 40-jährigen Rumänen gesteuert wurde. Dabei kam sie offensichtlich zu nahe an den Anhänger des Gespanns und touchierte diesen mit ihrer rechten Fahrzeugseite. Anschließend prallte sie nach links und touchierte die Leitplanke. Das Gespann kam ins Schleudern, woraufhin sich der Anhänger vom Zugfahrzeug löste, auf die Seite kippte und auf dem Einfädelungsstreifen der Anschlussstelle zum Liegen kam. Der Pkw sowie das Zugfahrzeug konnten noch selbstständig anhalten. Die beiden Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.
Für die Absicherung der Unfallstelle waren die Feuerwehren Erharting, Mößling und Ampfing, sowie die Autobahnmeisterei eingesetzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergung des Anhängers wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Auffahrt in Richtung Passau wurde ebenfalls gesperrt.
Ob möglicherweise das Fahrzeuggespann zu weit nach links kam und eine Mitschuld am Unfall trägt, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Mögliche Unfallzeugen werden daher gebeten sich mit der Autobahnpolizeistation Mühldorf unter 08631/3673-310 in Verbindung zu setzten.
Original Quelle : Polizei Präsidium Unterfranken
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