Feuer und Flamme für Perfektion in Glas




Oberbürgermeister besucht Lenz Laborglas

Beim Rundgang mit Stefan Lenz und Susanne Eberhard gewann der Oberbürgermeister einen Eindruck von der Leistungs- und Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Foto: Stadt Wertheim


Die Lenz Laborglas GmbH & Co. KG ist weltweit führender Hersteller von Laborglasgeräten für Industrie, Wissenschaft und Forschung. Das mittelständische Unternehmen besteht seit 90 Jahren und ist auf fünf Kontinenten in über 50 Ländern tätig. Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez und Wirtschaftsförderer Jürgen Strahlheim besuchten das Unternehmen in Wertheim-Bestenheid. Die geschäftsführenden Gesellschafter Susanne Eberhard und Stefan Lenz gaben einen Überblick über die Firmengeschichte und die aktuellen Entwicklungen und Projekte.



Gegründet wurde das Unternehmen 1931 in Stettin durch Erich Lenz und Karl Franke als kleine Firma zur Herstellung von Laborglasgeräten mit circa zehn Mitarbeitern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Glasbläserei in Ilmenau in Thüringen wiederaufgebaut, bevor das Unternehmen im Jahr 1952 seinen Betriebssitz nach Wertheim verlegte. 1980 übernahm Eckhard Lenz die Leitung der Firma. Seitdem hat sich das Unternehmen in großen Schritten weiterentwickelt. Neben dem Kernsortiment werden zunehmend individuelle Sonderlösungen und großvolumige Glasapparate gefertigt. Seit 1999 ist mit den Geschwistern Stefan Lenz und Susanne Eberhard die mittlerweile dritte Generation in der Geschäftsführung der zu diesem Zeitpunkt neu gegründeten Lenz Laborglas GmbH & Co. KG tätig.


Stefan Lenz demonstriert dem Oberbürgermeister, dass es auf den präzisen Schliff ankommt. Foto: Stadt Wertheim


Lenz Laborglas produziert heute mit 85 Mitarbeitern hochwertige Laborglasgeräte und zahlreiche Sonderanfertigungen. Verwendet werden die Produkte weltweit vor allem in der Lebensmittelindustrie, in Wissenschaft und Forschung, in der Biotechnologie sowie in der pharmazeutischen und der petrochemischen Industrie. Über 10.000 Artikel vom Reagenzglas bis zur High-Tech-Destillationsapparatur umfasst das Produktionsspektrum. 90 Prozent des Sortiments sind dank durchdachter Infrastruktur, bewährter Verfahren und ausgefeilter Logistik sofort verfügbar. Dass die weltweite Kundschaft innerhalb kürzester Zeit zuverlässig beliefert werden kann, ist eine der Stärken von Lenz Laborglas, berichtete Geschäftsführer Stefan Lenz.



Dass der Titel des firmeneigenen Imagefilms „Feuer und Flamme für Perfektion in Glas“ keine leere Phrase ist, bewiesen Lenz und Eberhard beim anschließenden Firmenrundgang. Dabei gewannen Oberbürgermeister und Wirtschaftsförderer einen Eindruck von der Leistungs- und Innovationsfähigkeit von Lenz Laborglas. Getragen wird diese Leistungsfähigkeit von gut ausgebildeten und qualifizierten Fachkräften, bekräftigte Susanne Eberhard. „Wir zählen weltweit sicherlich zu den Unternehmen mit den meisten klassisch ausgebildeten Glasbläsern.“ Im Gespräch erfuhren Herrera Torrez und Strahlheim, dass Lenz Laborglas den Lehrberuf „Glasapparatebauer“ selbst ausbildet. Der Altersdurchschnitt aller Lenz-Mitarbeiter sei vergleichsweise niedrig und derzeit bestünde kein Fachkräfteproblem, bestätigte Stefan Lenz. Das sei entscheidend für den Erfolg und die stabile Entwicklung des Unternehmens. Denn trotz des Einsatzes von halb- und vollautomatischen Glasbearbeitungsmaschinen bekommen viele Laborglasgeräte den letzten Schliff von Hand.



So konnten Oberbürgermeister und Wirtschaftsförderer beim Firmenrundgang auch einem der letzten in Deutschland ausgebildeten Glasschleifer bei der Arbeit über die Schulter schauen. Diesen Ausbildungsberuf gibt es seit 1989 nicht mehr. Markus Herrera Torrez war fasziniert von der Präzision, mit der in der Fertigung gearbeitet wird. Schliffgeräte und Wellen werden, um den Passsitz und die Kegelwinkel zu gewährleisten, bis zu einer Genauigkeit im Mikrometerbereich geschliffen. „Mit diesem Qualitätsanspruch setzen wir uns stark von den ausländischen Mitbewerbern ab“, erläuterte Stefan Lenz.



Weitere Gesprächsthemen waren die Fachkräftegewinnung und -bindung, die Positionierung des Wirtschaftsstandorts als „Stadt der Weltmarktführer“ sowie Möglichkeiten, Produktionsprozesse effizienter, ressourcenschonender und nachhaltiger zu gestalten.



Das Leistungsspektrum des Traditionsunternehmens imponierte den Gästen ebenso wie die Komplexität der Aufgabenstellungen. „Ich bin sicher, dass Lenz gut für die Zukunft gewappnet ist und auch weiterhin Qualitätsprodukte ‚Made in Wertheim‘ in die Welt tragen wird“, fasste Oberbürgermeister Herrera Torrez seinen Eindruck zusammen.

Quelle : Wertheim.de

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