Main-Tauber-Kreis / Wertheim: 2 Coronavirus-Infektionen – STIKO-Empfehlung Kinder – Inzidenz 18,1 – Zahlen 15.06.2021

Wie berichtet, hatte das Landesgesundheitsamt in seinem Tagesbericht vom Samstag, 12. Juni, für das Gebiet des Main-Tauber-Kreises bereits insgesamt 5106 Fälle – und damit drei mehr als das Gesundheitsamt des Kreises an diesem Tag – gemeldet. Diese statistische Diskrepanz konnte zwischenzeitlich geklärt werden: Dem Main-Tauber-Kreis waren fälschlicherweise drei Fälle zugeordnet worden, die nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegen.

49 Personen aktiv von Infektion betroffen

Die Zahl der bereits Genesenen steigt um zwölf auf nunmehr 4968. Somit sind derzeit 49 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 6, Boxberg: 1, Creglingen: 0, Freudenberg: 2, Großrinderfeld: 6 (+1), Grünsfeld: 1, Igersheim: 0, Königheim: 0, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 6, Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 3, Weikersheim: 1, Werbach: 1, Wertheim: 19 (+1) und Wittighausen: 0.

Zwei weitere Fälle einer Virus-Mutation nachgewiesen

Bei zwei Infektionsfällen wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe jeweils die Alpha-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Nunmehr wurde bei insgesamt 1098 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Dienstag bei 18,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Dienstag, 15. Juni, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 18,1. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (8. bis 14. Juni) je 100.000 Einwohner.

Land hält sich an STIKO-Empfehlung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis einschließlich 17 Jahren mit ihren Empfehlungen Klarheit geschaffen. Sie empfiehlt die Impfung nicht allgemein für alle Kinder und Jugendlichen von 12 bis einschließlich 17 Jahren, sondern nur dann, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen oder enge Kontaktpersonen der Kinder und Jugendlichen selbst nicht oder nicht ausreichend durch eine Impfung geschützt werden können.

In dieser Form wurden die Impfungen von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren auch in den vergangenen Tagen schon in vielen baden-württembergischen Impfzentren und Arztpraxen durchgeführt. Ziel des Landes war es, zeitgleich zur Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni 2021 Sicherheit für Eltern und Kinder zu schaffen. Die Empfehlung der STIKO hat die Entscheidung des Sozialministeriums bestätigt. Zusätzlich zu den oben genannten Kriterien empfiehlt sie die Impfung auch für Jugendliche, die etwa in der Ausbildung berufsbedingt ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 15. Juni, 15.00 Uhr)

Sorgfältige Risiko-Nutzen-Analyse

Für Kinder und Jugendliche, die gesund sind und unter keine der weiteren genannten Gruppen fallen, ist eine Impfung nach den Empfehlungen der STIKO grundsätzlich ebenfalls möglich. Voraussetzung dafür ist allerdings immer eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Analyse und ein ausführliches ärztliches Aufklärungsgespräch. Die endgültige Entscheidung, ob im konkreten Einzelfall eine Impfung zu empfehlen ist und damit vorgenommen wird, liegt immer beim impfenden Arzt. Die Impf-Ärzte, etwa in den Impfzentren, sind dabei nicht an Weisungen gebunden, denn sie tragen die medizinische Verantwortung für die Impfung.

Die Impfung von gesunden Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren wird von Seiten des Sozialministeriums nicht explizit empfohlen, ist jedoch nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes/Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten in Baden-Württemberg sowohl in den Impfzentren als auch bei den Hausärzten möglich.

Terminvereinbarungen für Kinder und Jugendliche von 12 bis einschließlich 17 Jahren in den Impfzentren sind vorerst nur unter der Nummer 116 117 möglich. Daneben sind Impfungen bei den Kinder- und Jugendärzten möglich. Diese kennen ihre Patientinnen und Patienten gut und können entsprechend beraten.

Original Quelle by Wertheim24.de

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